Lokalmatadoren erwischen ordentlichen Start

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Die Katamarane durchpflügen das Wasser bei der Luvtonne kurz vor der Lindauer Insel.
Die Katamarane durchpflügen das Wasser bei der Luvtonne kurz vor der Lindauer Insel. (Foto: Fotos: Bianca Wenz)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Platzierungen nach erstem Tag (Wettkampfklasse Formula 18):

1. A. Lutz/R. Schlatter (Schweiz)

2. W. Godderis/L.-M. Damm (D)

3. M./F. Wunderle (D)

4. G. Schmitzer/T. Vercouteren (D-Wangen).

Punkt 12 Uhr mittags wird es ernst auf dem Clubgelände der TSG Lindau-Zech: Nach und nach tauchen die schnittigen Katamaranrümpfe mit ihren Zweiercrews über die Rutsche ins Hafenbecken. Von dort aus geht es in wenigen Minuten hinaus ins Schwäbische Meer. Doch nicht zu früh: Nach einem Massenfrühstart positionieren sich die Wettfahrtteilnehmer auf dem Wasser neu. Nochmals vergehen mehrere Minuten, dann wird der „Strumpf“, eine rot-weiße Flaggenmarkierung, auf dem schwarzen Boot der Wettfahrtleitung zum zweiten Mal eingerollt. Es ist das Zeichen zum Countdown: Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, warten die Katamaranbesatzungen, endlich loslegen zu können. Kurz vor 13.30 Uhr ertönt der Startschuss zur Internationalen Deutschen Bestenermittlung (IDB) für die Katamaranklassen Formula 16 und Formula 18. Diese wird zum ersten Mal von der Wassersportabteilung der TSG Lindau-Zech ausgerichtet.

Unter den knapp 30 teilnehmenden Crews der Regatta im Rang einer deutschen Meisterschaft mischen Gerd Schmitzer und Tina Vercouteren um die vorderen Plätze mit. Nach dem ersten Tag rangiert die Crew aus Neuravensburg bei Wangen (Allgäu) auf dem vierten Rang.

Bis zum Samstag sind täglich mindestens vier Wettfahrten auf dem Bodensee vorgesehen. Zum Auftakt am Himmelfahrtstag konnte die Wettfahrtleitung unter Menno Vercouteren und Peter Ziegler allerdings nur zwei Wertungsdurchgänge starten. Während es am Donnerstagmorgen schon vor der Steuermannbesprechung gegen 10 Uhr über dem östlichen Bodensee wie aus Kübeln goss, schlief der Wind im Laufe des Spätnachmittags ein und machte dann neuerlich dem Regen Platz.

Dazwischen, in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden, formierten sich die Katamarane entlang der Startlinie und schossen wenig später bei drei bis vier Windstärken auf ihren Kurs zur Luvtonne, welche nicht weit weg vom Spielbankgebäude auf der Insel aus dem Wasser ragte. Insgesamt dreimal müssen die Crews pro Wettfahrt den gesteckten Kurs meistern, um in die Wertung kommen zu können.

Längerer Vorlauf

Bis zu 40 Helfer des Lindauer Wassersportvereins sind während der Meisterschaft im Einsatz. „Die Idee, die Titelkämpfe erstmals nach Lindau zu holen, entstand vergangenes Jahr bei einem Meeting am Gardasee“, berichtet TSG-Abteilungsleiterin Claudia Däxle. Anfang des Jahres lagen die Genehmigungen der Behörden vor, die Ausschreibung konnte veröffentlicht werden. Jährlich im Wechsel zwischen Ost- und Nordsee sowie einem Binnengewässer werden die Titelkämpfe der Formula 16/18 ausgetragen.

Platzierungen nach erstem Tag (Wettkampfklasse Formula 18):

1. A. Lutz/R. Schlatter (Schweiz)

2. W. Godderis/L.-M. Damm (D)

3. M./F. Wunderle (D)

4. G. Schmitzer/T. Vercouteren (D-Wangen).

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