Lindauer Zollgewerkschaft fordert, Beruf attraktiver zu machen

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Der BDZ ehrt verdiente Mitglieder (von links): Vorsitzender Georg Krügers, Imanuel Schobloch (50 Jahre), Wolfgang Wenger (40 Jah
Der BDZ ehrt verdiente Mitglieder (von links): Vorsitzender Georg Krügers, Imanuel Schobloch (50 Jahre), Wolfgang Wenger (40 Jahre) und Andreas Engel vom Bezirksverband Südbayern. (Foto: bdz)
Lindauer Zeitung

Der Lindauer Ortsverein des Bunds Deutscher Zollbeamter hat sich zur Hauptversammlung getroffen. Der Vorsitzende Georg Krügers kritisierte die Informationspolitik der Bundesleitung und die sich verschärfende Personalsituation durch den sich anbahnenden Brexit. Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt. Als Gastredner vom Bezirksverband Südbayern hieß Krügers Andreas Engel willkommen.

Der Lindauer Ortsverband ehrte Wolfgang Wenger für 40 Jahre Mitgliedschaft, Immanuel Schobloch für 50 Jahre Mitgliedschaft sowie Georg Moll und Stefan Klein für 60 Jahre Mitgliedschaft beim BDZ. In einer kurzen Ansprache wies der Vorsitzende Georg Krügers laut Pressemitteilung darauf hin, wie wichtig es ist, Mitglied in einer Gewerkschaft zu sein, gerade in Zeiten, in denen viele behaupten, dass das alles ohnehin nichts nützt.

Genau so ist es nicht, sagte Krügers. Kante zu zeigen führe zum Erfolg. Gemeinschaftliches Handeln, so wie unlängst in Frankreich, zeige Erfolg. Dort setze man sich gegen ungerechte Steuern und auch für das Flugpersonal der Ryanair ein.

In seinem Rechenschaftsbericht wies der Vorsitzende unter anderem darauf hin, dass die Attraktivität des Zöllnerberufes unbedingt erhöht werden müsse, anders bekomme man die personelle Misere nicht in den Griff. Junge Menschen könnten heute im Netz problemlos die Berufe, die Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst mit denen aus der freien Marktwirtschaft vergleichen, die mit lukrativeren Angeboten lockt. Mittelfristig gesehen sind hier die Angebote des Zolls an die junge Generation eher dürftig, so Krügers.

Die Durchlässigkeit zwischen den Laufbahnen wäre ein Schritt in die richtige Richtung, sagte der Ortsvorsitzende.

„Die Bevölkerung hat ein Recht auf motivierte Beschäftigte, die einen funktionierenden öffentlichen Dienst garantieren, der die ihm gestellten Aufgaben erfüllen kann, denn dafür zahlen wir auch Steuern – und das nicht zu wenig“, schreibt die Zollgewerkschaft weiter.

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