Lindauer Wohngenossenschaft formiert sich

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Wollen eine Genossenschaft gründen (von links): Karl-Heinz Brombeis, Anja Hartlaub und Susanne Feuersinger.
Wollen eine Genossenschaft gründen (von links): Karl-Heinz Brombeis, Anja Hartlaub und Susanne Feuersinger. (Foto: Julia Baumann)

Wer sich für die Genossenschaft interessiert, ist am Freitag, 18. Mai, ab 20 Uhr in die Freie Schule Lindau, Uferweg 5 (Auf der Hinteren Insel) eingeladen. .

Gemeinsam wohnen, ein eigenes Café, ein Seniorenhotel, eine Werkstatt und vielleicht auch ein gemeinsamer Garten. So stellt sich der Förderverein Hintere Insel das Leben in einer Wohngenossenschaft auf der Hinteren Insel vor. Und eine solche wollen einige Mitglieder gemeinsam mit einigen Lindauern jetzt gründen. Am Freitag lädt der Förderverein zu einem Infoabend darüber ein.

„Das Ziel ist die Gründung vor der Sommerpause“, sagt Karl-Heinz Brombeis, Vorsitzender des Fördervereins. „Das Interesse ist gigantisch“, ergänzt Susanne Feuersinger. Schon jetzt hätten sich bereits 106 Bürger gemeldet, die gerne Teil der neuen Genossenschaft wären.

Brombeis und die anderen Fördervereinsmitglieder befürworten die Entscheidung des Stadtrats, dass der städtische Teil der Hinteren Insel frei von Spekulationen bleiben soll. Sie wollen die Gelegenheit nutzen und durch genossenschaftliches Bauen und Wohnen auf der Hinteren Insel ein „lebendiges, vielfältiges, sozial ausgewogenes Quartier als Heimat für die Lindauer“ schaffen. Zum Vorbild haben sie sich unter anderem den Bürgerbahnhof Leutkirch genommen, an dessen Genossenschaft sich rund 600 Bürger beteiligt hatten.

„Wir wollen das Altstadtmuster fortführen in ein modernes, kleinteiliges Viertel“, erklärt Feuersinger. Dabei wollen sich die Genossenschaftsmitglieder als Partner der Stadt sehen, und sich an der Entwicklung der Hinteren Insel beteiligen. Wie groß das Quartier der Genossenschaft wird, das nach der Gartenschau 2021 entstehen soll, ist noch völlig offen. Es könnte ein Haus sein oder ein ganzes Viertel, je nach dem, wie viele Genossenschaftsmitglieder sich finden, die dort wohnen möchten. „Das Wohnen würde ab dem ersten Stockwerk stattfinden, im Erdgeschoss könnte es Cafés und Werkstätten geben“, schwärmt Feuersinger. Auch über ein Seniorenhotel, das von Rentnern betrieben werden könnte, haben sich die Fördervereinsmitglieder schon Gedanken gemacht. „Die Hotelbetten würden dann auch für Insulaner und Quartiersbewohner zur Verfügung stehen“, erklärt Anja Hartlaub.

Tausend Euro pro Mitglied

„In der nächsten Phase geht es nun darum, abzuklopfen, wer woran Interesse hat“, sag Brombeis. Aus diesem Grund treffen sich alle Interessierten am Freitag ab 20 Uhr in der Freien Schule. Dort werden die Fördervereinsmitglieder vorstellen, was eine Genossenschaft überhaupt ist, was sie kann und was sie nicht kann. Außerdem wollen sie erfahren, wie viele Lindauer ein konkretes Interesse daran haben, in einer Genossenschaftswohnung zu leben, und sich als Gruppe organisieren. Fest steht allerdings schon jetzt: Wer Teil der Genossenschaft sein möchte, muss als erste Einlage tausend Euro bezahlen.

Die Mitglieder des Fördervereins sind überzeugt, dass das Leben im Genossenschaftsquartier ein schönes sein wird. „Ein wesentlicher Grund ist, dass die Wohnungen dann nicht verkaufbar sind“, sagt Brombeis. So blieben die Wohnungen immer in der Hand Lindauer Bürger. Und Feuersinger schließt: „Das ist für alle Beteiligten eine tolle Sache.“

Wer sich für die Genossenschaft interessiert, ist am Freitag, 18. Mai, ab 20 Uhr in die Freie Schule Lindau, Uferweg 5 (Auf der Hinteren Insel) eingeladen. .

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