Lindauer Rotarier unterstützen Videoprojekt zum Generationenkonzert

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Die beiden mit der DVD in der Hand
Präsident Thomas Wißmeyer und Heimleiterin Anke Franke präsentieren das Generationenkonzert als Film. (Foto: Evangelische Diakonie Lindau)
Lindauer Zeitung

Der Nachhall des jüngsten Generationenkonzerts 2018 im Stadttheater Lindau ist auch heute noch sehr präsent im Rotary-Club Lindau-Westallgäu: Die Mitglieder hatten damals die Konzertabende hilfreich begleitet, um insbesondere betagte Laien-Musiker vom Altenheim Maria-Martha-Stift zum Stadttheater und wieder zurückzubringen. Den Eindruck, den die Initiatoren und Profimusiker Magdalena Lutz, Vanessa Schick, Mario Hamann und Martin Knab mit ihrer Arbeit hinterlassen haben, wirkt nach. Und zwar so stark, dass sich Rotary-Präsident Thomas Wißmeyer mit dem Club entschlossen hat, die Idee des gemeinsamen Musizierens der Generationen auch über das Konzert hinaus zu unterstützen, wie Rotary-Club und evangelische Diakonie in einer Pressemitteilung schreiben.

„Wir wollen dabei helfen, dieses wunderbare Konzept nachhaltig weiterzutragen“, sagt Wißmeyer und Anke Franke, Heimleiterin des Maria-Martha-Stifts, ist überzeugt: „Es lohnt sich, auch andere anzustecken, damit es viele Nachahmer des Generationenkonzerts gibt.“ Geschehen soll die Verbreitung der Projektidee mithilfe eines Films, der in 22 Minuten anschaulich zeigt, welche positiven Wirkungen das gemeinsame Arbeiten von Jung und Alt an einem großen musikalischen Ziel hat – und auch, welche Hürden es gibt. Die Generationenkonzerte entstanden aus der Kooperation des Maria-Martha-Stifts mit den jungen Profimusikern. Und Anke Franke ist überrascht, welche Effekte, an die damals niemand gedacht habe, heute noch wirken. „Unter den beteiligten Laien-Musikern aus allen Alters- und Gesellschaftsschichten sind feste Bindungen entstanden.“

Musik als Königsweg

Bei der Präsentation des Films im Kreise der Rotarier zeigten sich die Mitglieder zum Teil berührt von den eindrücklichen Szenen. „Man sieht, dass Musik wirklich ein Königsweg ist, um mit alten Menschen zu arbeiten“, sagte Wißmeyer, den ein besonderes Interesse mit der Materie verbindet: „Musik ist eine große Leidenschaft von mir – und als Chefarzt der Unfallchirurgie an der Asklepios-Klinik Lindau habe ich täglich mit typischen Verletzungen gerade älterer Menschen zu tun.“ Einen ganzheitlichen Weg zu unterstützen, der einen musikalischen Ansatz betont, liege ganz in seinem Profil. Die Verbindung zwischen Wißmeyer und dem Maria-Martha-Stift rührt von seiner beruflichen Praxis her. „Bei diesem Haus hatte ich immer das Gefühl, es passt.“ Womit es nahe gelegen habe, ein Projekt der Einrichtung zu unterstützen.

Der Rotary Club-Lindau Westallgäu hat die Filmproduktion auf Grundlage von rund 200 Stunden Videomaterial mit 5000 Euro unterstützt. Er ist auf der Videoplattform Youtube unter dem Stichwort „Lindauer Generationenkonzert“ jederzeit abrufbar. Der Film wurde zudem von der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik sowie dem Architekturbüro Drögehoff gefördert.

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