Lindauer Ortsverein von Haus & Grund hat vor Kurzem die 1000er-Marke geknackt

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 Blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Die Vorstandsmitglieder von Haus & Grund Lindau, Karl Wanner (Vorsitzend
Blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Die Vorstandsmitglieder von Haus & Grund Lindau, Karl Wanner (Vorsitzender), Oliver Scheich (Berater), Stephan Bohle (Kassenwart), Sabine Borgstede-Sauer (Schriftführerin) und Margit Flachs (Kassenprüferin) mit Referentin Ulrike Kirchhoff (Vorsitzende von Haus & Grund Bayern) und dem ehemaligen und neuen Direktionsbeauftragten der Bayerischen Hausbesitzer-Versicherung, Erich Sedlmeyr und Walter Maier (Foto: Ulrich Stock)
Ulrich Stock

Die Zahl der Mitglieder von Haus & Grund Lindau wächst und wächst. Allein im vergangenen Jahr gab es 63 Neuzugänge, erklärte Rechtsanwalt Karl Wanner bei der jüngsten Jahresversammlung in Lindau. Wie der Vorsitzende des Vereins Haus- und Grundbesitzervereins Lindau (Bodensee), der hinter Haus & Grund Lindau steht, weiter berichtete, habe man zwar zum Jahresende 2018 mit 994 Mitgliedern die 1000er-Hürde noch nicht überspringen können. Doch mit aktuell 1006 Mitgliedern sei dieses Ziel inzwischen erreicht, verkündete Wanner nicht ohne Stolz vor den über 80 Vereinsmitgliedern, die sich in der Inselhalle versammelt hatten.

Dass Haus & Grund Lindau binnen zehn Jahren die Zahl seiner Mitglieder, die hauptsächlich im unteren Landkreis Lindau, zu einem kleinen Teil auch in Wangen beheimatet sind, verdoppeln konnte, führt der Vorsitzende in erster Linie auf die „hohe Beratungskompetenz“ zurück. So habe der Verein allein im vergangenen Jahr „zwischen 800 und 900 Beratungen“ für seine Mitglieder durchgeführt. Und weil auch diese Zahl ständig zunehme, sei angedacht, den Mitgliedsbeitrag im kommenden Jahr um zehn Euro auf 45 Euro zu erhöhen. Mit dieser Beitragshöhe liege Lindau aber immer noch im unteren Drittel der insgesamt rund 110 Ortsvereine im Landesverband von Haus & Grund Bayern. Wanner gab zu bedenken, dass eine solche Fachberatung direkt beim Anwalt um ein Vielfaches mehr kosten würde.

Der Vorsitzende ging in seiner Rede auch auf das politische Umfeld für Bayerns Wohnungs- und Hausbesitzer ein. Lob gab es dabei für die Staatsregierung im Zusammenhang mit der Einführung des Baukindergeldes, das der einen oder anderen Familie helfen könne, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Des Weiteren hob Wanner positiv hervor, dass die Grunderwerbsteuer in Bayern nicht erhöht worden und mit 3,5 Prozent vergleichsweise niedrig sei – im Gegensatz dazu werde in einigen Bundesländern beinahe das Doppelte verlangt. Dass endlich auch die Straßenausbaubeiträge abgeschafft sind, sei nicht nur den Freien Wählern, sondern auch der „guten Lobbyarbeit von Haus & Grund Bayern“ zu verdanken.

Beispiele zeigen den Umgang mit sensiblen Daten

Auf ein durchweg erfolgreiches Jahr 2018 blickte auch Schriftführerin Sabine Borgstede-Sauer zurück. Sie informierte auch darüber, dass der Lindauer Vorsitzende vor gut zwei Monaten in den Ausschuss für Steuern und Finanzen von Haus & Grund Deutschland berufen worden ist. Für dieses Jahr, voraussichtlich im September, hat Wanner zwei Firmenbesuche angekündigt. Kassenwart Stephan Bohle bescheinigte dem Verein in seinem Bericht für 2018 „solide Finanzen“.

Schwerpunkt des Abends war schließlich der Vortrag von Ulrike Kirchhoff, der Vorsitzenden von Haus & Grund Bayern: Sie klärte die Mitglieder über das Thema „Datenschutz für Vermieter“ im Zusammenhang mit dem neuen Datenschutzrecht auf. Auch wenn die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vielen ein Greuel zu sein scheint, schaffte es die Referentin, das Thema den Mitgliedern an Hand von Beispielen und einfachen Erklärungen näherzubringen. Im Mittelpunkt stand dabei, inwieweit Vermieter personenbezogene Daten von Mietern (auch Mietinteressenten) verarbeiten dürfen, wie lange sie diese Daten aufbewahren (speichern) dürfen und wann sie diese löschen müssen.

Im Anschluss beantwortete die Referentin noch Fragen, beispielsweise zum Stand der Dinge in Sachen Mietpreisbremse und Grundsteuer, zu Plänen, die Mieten für fünf Jahre einzufrieren, oder auch Fragen zur vierjährigen Übergangslösung (2014 bis 2017) im Zusammenhang mit dem Bezahlen von Straßenausbaubeiträgen vor deren Abschaffung.

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