Lindauer Kältespezialist vergrößert sich

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Jochen Hornung, Geschäftsführer von Engie Refrigeration
Jochen Hornung, Geschäftsführer von Engie Refrigeration (Foto: Jan Potente)
Schwäbische Zeitung

Der Lindauer Kältespezialist Engie Refrigeration hat am 29. Juni die CO2-Hochtemperatur-Wärmepumpen-Aktivitäten aus der Insolvenzmasse von Hafner-Muschler Kälte- und Klimatechnik übernommen. Dazu gehören auch alle Patente sowie Marken- und Namensrechte. Dies schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Die vormals zur Dürr thermea GmbH gehörigen Aktivitäten am Standort Ottendorf-Okrilla bei Dresden umfassen die Konstruktion, die Herstellung, den Vertrieb und den Service von CO2-basierten Wärmepumpen und Druckluftkältetrocknern. Alle Mitarbeitenden werden laut Pressemitteilung übernommen und in die Organisation der Engie Refrigeration integriert. Sie bilden zukünftig einen neuen Engie-Standort.

Mit der Übernahme ergänzt Engie-Refrigeration ihr Produkt- und Serviceportfolio im Bereich der Hochtemperatur-Wärmepumpen sowie Trocknungstechnik mit CO2-Technologie und verstärkt sich weiter im Bereich der natürlichen Kältemittel. Mit dem Kältemittel R744 sind Nutztemperaturen von bis zu 110 Grad Celsius erreichbar. Dies eröffnet Anwendungen im Heizungsbereich, bei der Wärmeversorgung in kommunalen und industriellen Wärmenetzen sowie in der Trocknungstechnik. Die bereits unter der Marke thermea weltweit ausgelieferten Maschinen werden künftig durch das internationale Servicenetz der ENGIE Refrigeration betreut.

Die Engie Refrigeration GmbH sei auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen rund um wirtschaftliche und energieeffiziente Kälteerzeugung sowie Wärmenutzung spezialisiert, wie das Unternehmen weiter schreibt. „Die Hochtemperaturwärmepumpen bieten eine hervorragende Ergänzung zu unserem bestehenden Produkt- und Serviceportfolio. Durch die Nutzung des natürlichen Kältemittels CO2 schaffen wir zudem eine starke Ausgangsbasis für weiteres Wachstum – in Deutschland ebenso wie international. Der Hochtemperatur-Wärmepumpen-Bereich von Hafner-Mutschler passt damit optimal in die Unternehmensstrategie“, so Engie-Geschäftsführer Jochen Hornung.

Bundesweit ist Engie Deutschland an 30 Niederlassungen vertreten und erwirtschaftete im Jahr 2017 mit 3000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil der Engie Refrigeration GmbH, die 300 Mitarbeiter beschäftigt, betrug rund 84 Millionen Euro.

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