Lindau macht Pläne, damit Reutins Mitte schön wird

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 Den ganzen Bereich vom früheren Cofely-Grundstück über Lindaupark und Berliner Platz, Rickenbacher Straße bis fast zum Binsenwe
Den ganzen Bereich vom früheren Cofely-Grundstück über Lindaupark und Berliner Platz, Rickenbacher Straße bis fast zum Binsenweg und die Bahnanlagen bis hin zum Bodenseeufer wird die Stadt in den kommenden Jahren neu planen. (Foto: Christian Flemming)
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In einigen Jahren soll das Gebiet rund um den Berliner Platz Lindaus zweites Zentrum werden. Jetzt starten die Vorbereitungen für die Planung.

Lindau erwartet für die anstehenden Umgestaltungen erhebliche Zuschüsse. Voraussetzung dafür ist aber ein genau vorgeschriebener Ablauf der Planungen. Die Stadt kennt das von der Insel, wo es vor ein paar Jahren das gleiche Verfahren gab.

Erster Schritt sind die sogenannten vorbereitenden Untersuchungen, mit denen Lindau das Büro „Die Steg“ beauftragt hat. Projektleiterin Antonia Cramer stellte vor, was das Büro im dem rund 33 Hektar großen Bereich untersuchen wird. Denn es geht um das Erfassen der privaten und öffentlichen Gebäude ebenso wie um den Zustand der Straßen und Wege. Hinzu kommen statistische Daten über Altersstruktur der Bewohner und die Zahl der Beschäftigten. Letztlich soll der Bericht alle Stärken und Schwächen auflisten.

Manche Mängel, wie der überstarke Verkehr, fallen sofort auf. Das gilt nicht nur für die vielen Pkw: Als sie die Haltestelle des Stadtbusses gesehen habe, habe sie spontan gefragt: „Wie kann denn der Bus da überhaupt halten?“ Anderes bedürfe einer gründlichen Untersuchung. Dabei wollen Cramer und ihre Kollegen auf Eigentümer, Geschäftsleute und Mieter zugehen. Jeder wird noch vor Weihnachten entsprechende Fragebögen erhalten. Auch verschiedene Behörden und Organisationen wird das Büro einbinden.

Zu Jahresbeginn ist zudem eine Versammlung der verschiedenen Betroffenen und Beteiligten geplant, um weitere Themen und Probleme rund um das Planungsprojekt anzusprechen. Bis zum Sommer will die Firma den Bericht vorlegen, den der Stadtrat dann als Satzung beschließen muss. Das wird Grundlage für die weiteren Planungen, vor allem für den städtebaulichen Wettbewerb, bei dem Planer Vorschläge für die Verkehrsregelung am Berliner Platz machen sollen, aber auch für die neue Siedlung, die auf den Bahnflächen geplant ist.

Um die möglichen Konflikte zwischen den Wohnungen dort und dem Naturschutzgebiet Reutiner Bucht von Anfang an im Blick zu behalten, muss die Stadt auf Drängen der Regierung von Schwaben das komplette Seeufer entlang der Ladestraße in den Bereich aufnehmen.

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