LI fordert Stopp für geplanten GTL-Neubau auf dem Gelände der Lindauer Kläranlage

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 Weil mit den neuen Plänen für die bisherigen Grundstücke von Bauhof und Stadtgärtnerei die Geschäftsgrundlage für die Beschlüss
Weil mit den neuen Plänen für die bisherigen Grundstücke von Bauhof und Stadtgärtnerei die Geschäftsgrundlage für die Beschlüsse wegfalle, fordert die LI einen Stopp der Pläne für den GTL-Neubau. (Foto: Grafik: GTL)
Lindauer Zeitung

Jürgen Müller (LI) fordert einen Stopp der Planungen für den Neubau der GTL neben der Kläranlage. Angesichts steigender Kosten auch bei anderen Bauprojekten könne sich Lindau das nicht leisten. Und ein Verkauf der bisherigen Grundstücke an Private, um mehr Erlös zu erzielen, komme nicht in Frage.

Dass die GWG auf den Flächen von Bauhof und Stadtgärtnerei günstigen Wohnraum schaffen könne, war laut Müller „bisher das wesentliche Argument der Befürworter eines GTL-Neubaus“. Bunte-Stadtrat Uli Kaiser habe nun „dankenswerter Weise aus einem Workshop ans Licht gebracht, dass OB und Verwaltung gerne einen Teil der Flächen an Dritte veräußern würden, um einen Mehrerlös zu erzielen“. Damit sei die Geschäftsgrundlage für einen Neubau von Bauhof und Stadtgärtnerei entfallen, schreibt Müller in einer Presseerklärung.

Er schließt aus dem Vorgehen der Verwaltung, dass entgegen den bisherigen Äußerungen der Erlös aus einem Verkauf der Grundstücke an die GWG nicht reicht, um den geplanten GTL-Neubau zu bezahlen. Zudem brauche die Stadt wohl Geld, um Kostensteigerungen bei den Großprojekten aufzufangen. Als Beispiele nennt Müller die Inselhalle, die mit Parkhaus und Stadtplatzwohl 65,8 Millionen Euro gekostet habe. Das seien weitaus mehr als die ursprünglich angesetzten Kosten von knapp 50 Millionen Euro – „und eine endgültige Abrechnung steht noch aus“.

Der Bau des Parkhauses am Karl-Bever-Platz habe noch nicht begonnen, da geht die Verwaltung schon davon aus, dass die ursprünglich gedachten neun Millionen Euro nicht ausreichen. Stattdessen ist jetzt von zwölf Millionen Euro die Rede.

Die Lindau Initiative fordert deshalb die Befürworter des GTL-Neubaus in CSU, JA, SPD, FB und FW auf, ihre bisherige Haltung zu überdenken und das Vorhaben zu stoppen. Auch für den Beverplatz fordert Müller eine günstigere Lösung.

Das Aus für den Neubau brächte aus Sicht der LI zudem den Vorteil, dass Lindau dort für die Gartenschau 2021 einen Auffangparkplatz schaffen könnte: „Das Gelände liegt an der Autobahnabfahrt und ist bereits an den Stadtbus angebunden. Verstärkerbusse könnten das Angebot ergänzen.“

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