Laut FDP reicht Bebauung in Mitte und Süden der Hinteren Insel aus

Schwäbische.de

Kurz vor dem Bürgerentscheid am Sonntag äußert sich die FDP in einer Pressemitteilung noch einmal zum Rahmenplan. Ihre These: Es sollten nur das Entwicklungsgebiet Mitte und Süd bebaut werden. Außerdem kritisiert die FDP die IHK.

Die Frage, welche Flächen außer den städtischen auf der Hinteren Insel bebaut werden, ist aus Sicht der FDP noch nicht ausreichend thematisiert worden. Dabei seien „vier, eher fünf Baufenster auf den früheren Gleisbereichen im Rahmenplan fixiert“, so die FDP in ihrer Mitteilung. „Zudem entstehen zwei Baufenster um die von Professor Mang bereits sanierte ,Villa Schobloch’ im Mittelbereich.“

Die FDP bezieht sich auf den Rahmenplan und rechnet 9000 Quadratmeter Grundfläche im Erdgeschoss für „Gewerbe, Einzelhandel oder Lokalitäten“. Drei bis vier Geschosse gerechnet, entstünden auf rund 27000 Quadratmetern zwischen 300 und 400 Wohnungen mit einer gerechneten Wohnfläche von 80 Quadratmetern.

„Das sind bereits mehr Wohnungen als die Infrastruktur der Insel aktuell verträgt“, glaubt die FDP und verweist auf das Feuerwehrhaus, das bereits jetzt zu klein sei. Wenn die Bahn ihre Flächen verkaufe, „entstehen demnächst intensive Bautätigkeiten“. Aus diesem Grund sei „ein Verkauf der städtischen Flächen nicht erforderlich und die von den Rahmenplanbefürwortern zur Haushaltsdeckelung benötigten Verkaufserlöse können und sollten anderweitig realisiert werden“.

Grundstücke in „1-A-Lage“ sollten laut FDP nicht verkauft werden. Damit verspiele man die Möglichkeit „Zukunft neu zu gestalten“. Aus Sicht der FDP sollten die Grundstücke als „Fest- und Freizeitbereich“ erhalten bleiben. So könne der Bürgerpark vergrößert werden und als weiterer Ausstellungsbereich für Großveranstaltungen der Inselhalle mitverwendet werden.

Die FDP kritisiert in ihrer Mitteilung zudem die IHK. „Wenn sich nun auch noch die IHK in die Diskussion einmischt, dann wollen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die IHK, speziell deren Regionalvorsitzender Thomas Holderried beim Inselhallen-Umbau die Notwendigkeit anpries, die Kosten gar nicht analysierte und von einem Muss für Lindau gesprochen hat“, heißt es in der Mitteilung. Heute sei diese Maßnahme, die 20 Millionen teurer war als geplant, noch nicht einmal abgerechnet. „Bleiben wir bei der Vernunft, und bebauen die DB-Flächen“, fordert die FDP. „Professor Mang bebaut und ertüchtigt seine bereits erworbenen Flächen im südlichen Uferbereich und im Mittelbereich genehmigt die Stadt den Test mit Wohngenossenschaften, deren Ziel es ist, die Spekulation aus dem Thema hintere Insel zu nehmen, denn das wäre ein Modell für Wohnungsgesellschaften, ähnlich einem Vermiet-/Miet-Engagement.“

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