Landratsamt bietet Geld für Totholz- oder Biotopbäume

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Totholz bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel auch Fledermäuse.
Totholz bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten, zum Beispiel auch Fledermäuse. (Foto: Landratsamt)
Lindauer Zeitung

Ansprechpartner für eine Beratung der Waldbesitzer sind das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten – Forstrevier Lindau – Christian Müller, Telefon 08382 / 68 24 sowie das Landratsamt Lindau – Untere Naturschutzbehörde – Ursula Sauter-Heiler, Telefon 08382 / 27 03 51.

Totholz bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten wie Spechte, Fledermäuse, Insekten und Pilze. Auch lebende Biotopbäume mit Spalten, Höhlen oder Efeubewuchs sind Wohnstätten für seltene Arten. Diese Lebensräume sind selten geworden und deshalb umso wertvoller. Auch im Jahr 2019 gibt es daher wieder Mittel für das Vertragsnaturschutzprogramm Wald, teilt das Landratsamt Lindau in einem Schreiben mit. Waldbesitzer können jetzt schon Förderanträge beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und beim Landratsamt Lindau stellen.

Das Förderprogramm ist Teil des bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms. Es dient dazu, ökologisch wertvolle Lebensräume im Wald zu erhalten. Finanziell gefördert werden der Erhalt von Biotopbäumen und Totholz, die Wiederherstellung lichter Wälder und der Nutzungsverzicht auf besonderen Waldstandorten. Mit den Maßnahmen soll die Artenvielfalt in den heimischen Wäldern erhalten und entwickelt werden. Eine Käferkartierung in einer Reihe von Tobelwäldern dieses Landkreises hat erst unlängst bis jetzt verschollen geglaubte Naturschätze zu Tage gefördert. Zu diesen Schätzen gehört zum Beispiel eine vom Aussterben bedrohte Schienenkäferart, die deutschlandweit bis jetzt nur aus dem Bayerischen Wald und der Sächsischen Schweiz bekannt war. Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm Wald können wichtige Vernetzungsstrukturen und ökologische Trittsteine im bewirtschafteten Wald erhalten und geschaffen werden.

Eine Förderung ist unter anderem möglich, wenn geeignete Totholz- oder Biotopbäume für die nächsten zwölf Jahre im Wald belassen werden. Die Förderhöhe ergibt sich bei einem vollständigen Nutzungsverzicht in geeigneten Waldflächen für die Dauer von zwölf Jahren aus der Flächengröße.

Ansprechpartner für eine Beratung der Waldbesitzer sind das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten – Forstrevier Lindau – Christian Müller, Telefon 08382 / 68 24 sowie das Landratsamt Lindau – Untere Naturschutzbehörde – Ursula Sauter-Heiler, Telefon 08382 / 27 03 51.

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