Landrat: Einzelinteressen der Gemeinschaft unterordnen

Lesedauer: 3 Min
 Elmar Stegmann, Landrat des Kreis Lindau, dankt den vielen Menschen, die in diesen Zeiten aktiv sind.
Elmar Stegmann, Landrat des Kreis Lindau, dankt den vielen Menschen, die in diesen Zeiten aktiv sind. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Landrat Elmar Stegmann dankt den Menschen im Landkreis für die Welle der Solidarität, die in der Coronakrise sichtbar werde. „Es zeugt von der Güte der Menschen hier, dass wir in schweren Zeiten zusammenstehen“, schreibt Stegmann.

Jeder muss direkte Kontakte zu anderen Menschen vermeiden. Das betrifft vor allem alte und kranke Menschen, die möglichst daheim bleiben sollen. Dass flächendeckend im Landkreis Bürger für ihre Mitmenschen da sind und unterschiedliche Unterstützung anbieten und dass Unternehmer aus dem Landkreis Unterstützung angeboten haben, sei hervorragend, schreibt Stegmann in einer Pressemitteilung: „Ich danke von Herzen allen, die einen Beitrag leisten, damit wir alle als Gemeinschaft diese Herausforderung meistern können.“

Wichtigste Leistung für die Gemeinschaft sei, dass jeder direkten Kontakt vermeidet, um die Ausbreitung der Krankheit langsamer zu machen. Wer Symptome zeigt, darf nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, sondern muss daheim bleiben, um andere nicht zu gefährden, und die kostenlose Telefonnummer 116 117 wählen, auch wenn es dort zu Wartezeiten kommt.

„Einzelinteressen müssen in den nächsten Wochen den Interessen der Gemeinschaft untergeordnet werden. Wir haben ein großes, gemeinsames Ziel: Die Ausbreitung zu verlangsamen und unser Gesundheitswesen aktiv zu unterstützen, damit die Krankenhäuser und Ärzte sich um die Menschen kümmern können, die dringend Hilfe brauchen“, schreibt Landrat Elmar Stegmann weiter.

Der Landrat fordert Unternehmer zur Hilfe auf: „Bei einem Elternteil, das in einem systemkritischen Beruf, beispielsweise als Arzt oder Pflegekraft arbeitet, muss die Kinderbetreuung über den Partner gewährleistet werden.“ Chefs sollten entsprechende Mitarbeiter für die Kinderbetreuung freistellen.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen