Krems erspielt sich den Matchball

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 Nejc Zmavc vom HC Hard beim Abschluss. Zum Sieg reichte es den Vorarlbergern am Samstag nicht.
Nejc Zmavc vom HC Hard beim Abschluss. Zum Sieg reichte es den Vorarlbergern am Samstag nicht. (Foto: HC Hard)
Lindauer Zeitung

Nach drei Spielen in der Best-of-Five-Finalserie der ersten österreichischen Handballliga steht es zwischen dem favorisierten UHK Krems und Vizemeister HC Hard 2:1. Die Wachauer gewannen dank eines starken Finish am Samstag mit 30:26 (15:15). Am kommenden Dienstag haben die Kremser in der Sporthalle am See den ersten Matchball auf den ersten Meistertitel nach 42 Jahren.

„Krems hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir sind uns selbst im Weg gestanden, hatten kein stabiles Niveau. Jetzt liegt der Druck bei uns. Am Dienstag stehen die Chancen 51:49“, meinte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner. Beide Mannschaften konnten in den gewohnten Formationen aufs Parkett auflaufen. Gärtner hatte wegen der Jahrgangsbeschränkungen wieder die Qual der Wahl und gab wie zuletzt Manuel Schmid gegenüber Thomas Weber den Vorzug.

Erneut stand der erst 19-jährige Linkshänder Paul Schwärzler in der Startaufstellung. Angefeuert von etlichen angereisten Harder Fans lieferten sich beide Teams vom Anpfiff an einen offenen Schlagabtausch (5:5/10. Minute). Hard-Torwart Golub Doknic stand wiederholt im Brennpunkt, gewann mit einer Quote von 27 Prozent knapp das Duell gegen Michal Shejbal (26).

Kreisläufer Lukas Schweighofer brachte die Roten Teufel mit seinem dritten Tor erstmals mit 7:6 (12. Minute) in Führung. Schon früh wechselte Hard-Coach Klaus Gärtner munter durch. Die Gäste aus Vorarlberg kamen immer wieder über den Kreis zu Torerfolgen. Gerald Zeiner und Lukas Schweighofer scheiterten aber von der Siebenmeterlinie und die Hausherren waren wieder mit ein bis zwei Tore vorne.

Doch Kapitän Dominik Schmid glich in der 25. Minute zum 12:12 aus. Dann scheiterte Jakob Jochmann im dritten Versuch zum ersten Mal mit einem Siebenmeter an Golub Doknic. Als Boris Zivkovic zur 13:12-Führung traf, wurde es erstmals ruhig in der Kremser Sporthalle. Gerald Zeiner erhöhte per Siebenmeter zum 14:12 (27.). Nach vier Gegentoren in Serie zückte Krems-Coach Ibish Thaqi die Grüne Karte. Aber mit der Halbzeitsirene glich Krems-Legionär Lucijan Fizuleto zum 15:15 aus. Nach intensiven 30 Minuten ging es in die Kabinen. Die Gastgeber kamen besser aus der Pause und legten wieder ein bis zwei Tore vor. Dann kassierten Ivan Horvat und Michael Knauth kurz hintereinander zwei Zeitstrafen. In doppelter Überzahl gelang den Kremsern nach einem Stangenwurf von Gerald Zeiner die erstmalige Drei-Tore-Führung (20:17/37.). Der nächste Ball von Ivan Horvat ging erneut an die Torumrandung und Tobias Auß traf zum vermeintlich vorentscheidenden 21:17.

Boris Zivkovic verkürzte mit seinem fünften Treffer zum 22:20 (45.). Und Michael Knauth gelang gleich darauf der Anschlusstreffer. Die Partie war plötzlich wieder offen. Doch die Wachauer gingen mit einer 24:21-Führung in die finalen zehn Minuten. Krems hielt die Drei-Tore-Führung. Das Tor von Leonard Schafler zum 28:24 (56.) machte den finalen 30:26-Erfolg der Kremser klar. Die Wachauer führen jetzt in der Best-of-Five-Finalserie mit 2:1. Gelingt Hard am Dienstag der Ausgleich, gibt es eine entscheidende fünfte Partie am Samstag in der Wachau.

„Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Willen. Wir werden am Dienstag in Hard Meister. Es gibt kein fünftes Spiel in Krems“, gab sich Krems-Coach Ibish Thaqi kämpferisch.

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