Kreis Lindau verlässt Bodensee Standort Marketing

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Seit rund 15 Jahren ist der Landkreis Lindau Gesellschafter der Bodensee-Standort-Marketing GmbH: Sie hat unter anderem die Aufgabe, Marketing für die Region zu machen und dem Wirtschaftsraum ein gemeinsames Erscheinungsbild zu geben. Zuletzt musste der Kreis jährlich rund 12 000 Euro für die Arbeit der Gesellschaft zahlen. Mit dem Gegenwert sind die Zuständigen des Landratsamtes jedoch nicht wirklich zufrieden. Jetzt hat der Wirtschaftsausschuss einstimmig entschieden, dass Lindau die Bodensee-Standort-Marketing verlässt.

Wenn man die BSM-Aktivitäten mit jenen der Allgäu GmbH vergleiche, dann sieht Landratsamtsjurist Tobias Walch den Geschäftsbetrieb der Bodensee-Standort-Marketing schon deutlich auf Konstanz und die Schweizer Kantone ausgerichtet. Weitergehende Arbeit, die also auch in den Kreis Lindau hineinwirkt, sei vor allem über das Interreg-Projekt Vierländerregion Bodensee gelaufen. Eine gemeinsame Standortentwicklung und -vermarktung für den ganzen Bodensee hält die Verwaltung durchaus für sinnvoll – was aber nicht so geleistet werde, wie man sich das in Lindau erhofft hatte.

Mit dem Blick auf die Kosten-Nutzen-Analyse ist deshalb im Bereich Wirtschaftsförderung des Lindauer Landratsamtes klar geworden: Der Kreis sollte seinen Gesellschafterstatus bei der Bodensee-Standort-Marketing GmbH kündigen. Das beschlossen die Kreisräte dann auch einstimmig. Künftig wolle sich Lindau mehr auf das Projekt Vierländerregion Bodensee einlassen.

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