Kinder schmücken 17 Bäumchen: Wer hat den schönsten Christbaum auf der Insel?

 Einige Kinder der Kita im Obstgarten in Bodolz haben gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Kinderpflegerinnen Birgit Mauch (schw
Einige Kinder der Kita im Obstgarten in Bodolz haben gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Kinderpflegerinnen Birgit Mauch (schwarze Mütze am Baum) Jacqueline Burila (schwarze Mütze direkt daneben) ihren Christbaum für den Wettbewerb geschmückt – der im Bild etwas versteckt ist. (Foto: Susi Donner)

Wer in diesen Tagen über die Insel spaziert, kann sich über 17 hübsch geschmückte Weihnachtsbäumchen freuen und sie rundherum bewundern: 17 Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen beteiligen sich am 14. Kinder-Christbaum-Wettbewerb des Kulturamtes. Sie haben in den vergangenen Tagen ihren liebe- und fantasievoll selbst gefertigten Christbaumschmuck an die kleinen Tannenbäumchen gehängt.

Das ist wie ein Flashmob. Noch steht der Tannenbaum grün und ungeschmückt vor der Bäckerei Hamma. Dann kommen plötzlich zwei junge Frauen mit zwei weißen Plastikboxen an und kurz darauf zehn Kinder mit Mama, Papa oder Oma – und es beginnt um das Bäumchen zu wuseln.

Die Kinder und die Erwachsenen nehmen Stück für Stück des selbst gebastelten Christbaumschmucks aus den weißen Boxen und nach wenigen Minuten steht ein schön geschmückter Christbaum in der Schmiedgasse/Ecke Fischergasse.

Die Kinder begutachten ihr Werk, dann stellen sie sich für ein Foto vor ihren Baum und husch – sind alle wieder weg. Nur das Bäumchen mag sich wundern, was da jetzt alles Hübsches und Buntes an ihm dranhängt.

Kinder und Eltern basteln gemeinsam

Was ist geschehen? Die kleinen Weihnachtswichtel- und wichtelinnen von der Kita im Obstgarten in Bodolz waren am Werk. Die Erzieherinnen hatten die Eltern zu einem Kreativnachmittag eingeladen, an dem sie gemeinsam mit ihren Kindern den Christbaumschmuck für den Wettbewerb gebastelt haben, an dem der Bodolzer Kindergarten zum vierten Mal teilnimmt.

„Wegen Corona war in den vergangenen beiden Jahren in der Weihnachtszeit wenig Kontakt zu den Eltern möglich. Deshalb dachten wir, dass es nun schöne wäre, wenn Eltern und Kinder mit uns gemeinsam den Schmuck für den Wettbewerb basteln“, erzählt Jacqueline Burila.

Empathie, Respekt und Gemeinschaft sind wichtige Aspekte in unserer pädagogischen Arbeit. Jacqueline Burila

Die Erzieherinnen stellten den Eltern das Bastelmaterial zur Verfügung, und dann durfte jeder anfertigen, worauf er Lust hatte. Ein Motto habe es nicht gegeben. „Die Eltern haben sich sehr über die Einladung gefreut, über zwanzig sind ihr gefolgt“, sagt Birgit Mauch.

Die beiden Kinderpflegerinnen erzählen, dass in der Kita im Obstgarten derzeit 60 Kinder von sieben Erzieherinnen betreut werden. „Empathie, Respekt und Gemeinschaft sind wichtige Aspekte in unserer pädagogischen Arbeit“, sagt Jacqueline Burila.

Es gibt viel Liebevolles zu entdecken

Pünktlich zum Beginn der Lindauer Hafenweihnacht haben alle 17 Weihnachtsbäumchen ihren Schmuck erhalten. Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, stehen sie ab der Bäckerei Hamma kurz nach der Heidemauer, über den Marktplatz, die Cramergasse hinauf, durch die Maximilianstraße, und hinunter zum Paradiesplatz und dürfen bei einem Bummel über die Insel bewundert werden. Dafür sollte man sich viel Zeit lassen.

Denn die Weihnachtsbäume der Kinder laden zum Betrachten und zum Nachdenken ein. Jeder Baum ist komplett anders. Um zu entdecken, mit wie viel Liebe, Hingabe und kreativen Ideen die Kinder mit unterschiedlichen Materialien gebastelt und ihre Tannen liebevoll geschmückt haben, sollte man genau hinschauen und die Geschichten, die die geschmückten Tannenbäumchen erzählen, auf sich wirken lassen.

Eine Jury entscheidet

Zum 14. Mal sorgen das Kulturamt Lindau, Abteilung City- und Eventmanagement, in Kooperation mit der Lindauer Zeitung für diese schöne Tradition, die in der Adventszeit für viel Freude bei Kindern und Erwachsenen sorgt. Die Bewertung übernimmt auch in diesem Jahr wieder eine Jury.

Die drei schönsten Christbäume werden besonders geehrt, auf die Kindergarten- oder Schulkinder, die sie geschmückt haben, warten Preise. Traurig sein muss niemand, denn beim Kinder-Christbaum-Wettbewerb gibt es sowieso nur Sieger, weil jede teilnehmende Gruppe ein Geschenk erhalten wird.

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