Kantersieg folgt Klatsche: EV Lindau Islanders in Rosenheim ohne Chance

 Die EV Lindau Islanders (re. Arturs Sevcenko) haben am Freitag einen überraschend deutlichen Heimsieg gegen den EC Peiting gela
Die EV Lindau Islanders (re. Arturs Sevcenko) haben am Freitag einen überraschend deutlichen Heimsieg gegen den EC Peiting gelandet. (Foto: Florian Wolf)
Sportredakteur

Die Freude über den ersten Heimsieg der EV Lindau Islanders währte nur kurz. Nach dem 8:1 (2:0, 4:0, 2:1)-Sieg gegen den EC Peiting am Freitag verlor der Eishockey-Oberligist am Sonntag mit 2:7 (1:2, 0:4, 1:1) bei den Starbulls Rosenheim. Mehr als beim Topteam rechnen sich die Inselstädter am kommenden Dienstag aus, wenn der Vorletzte HC Landsberg ab 18 Uhr in der Lindauer Eissportarena gastiert.

Das Wochenende begann für die Islanders herausragend. Im Freitagsspiel gegen den EC Peiting landete die Mannschaft von Trainer Stefan Wiedmaier ihren ersten Heimsieg der laufenden Oberligasaison und das in einer überraschenden Höhe. 8:1 hieß es für die Lindauer, die mit 34 Toren in neun Begegnungen bisher sehr offensivstark daherkommen. Die Hälfte der acht Treffer erzielten die Islanders im starken zweiten Drittel. Eric Bergen mit einem Schuss von der blauen Linie (27.), Martin Mairitsch (35.), Arturs Sevcenko (35.) und Marvin Wucher (38.) bauten die Führung auf 6:0 aus. Und diesmal „haben wir endlich die Cleverness gehabt, das heimzuspielen“, war Wiedmaier nach einigen hergeschenkten Punkten erleichtert. Peiting kam lediglich noch zum Ehrentor durch Lukas Gohlke zum 1:7 (56.). Zuvor traf Sevcenko zum 7:0 (50.), in doppelter Überzahl markierte Alexander Biberger den 8:1-Endstand (60.).

Doppelschlag ebnet den Weg zum ersten Heimsieg

Im ersten Drittel zeichnete sich der Kantersieg noch nicht ab. „Peiting war am Anfang ein bisschen gefährlicher als wir“, meinte Wiedmaier. Bei zwei Pfostenschüssen hatten die Lindauer Glück. Nach fünf Spielen ohne Sieg beobachtete der EVL-Trainer eine Verkrampfung bei seiner Mannschaft, die erst durch den Doppelschlag in der 18. Minute von Florian Lüsch und Vincenz Mayer gelöst worden sei. Eine Schlüsselszene aus der Sicht Wiedmaiers war eine Parade von EVL-Goalie Matthias Nemec kurz vor der ersten Drittelpause – ein Negativerlebnis mit dem Gang in die Kabine blieb Lindau somit erspart. „Im zweiten Drittel haben wir dann einen Lauf gekriegt“, so Wiedmaier. „Ich freue mich für die Mannschaft. Die Jungs haben es sich verdient, mal wieder zu gewinnen.“

Die Lindauer reisten nahezu mit der gleichen Mannschaft zur „geilen Challenge“ nach Rosenheim. Krankheitsbedingt fehlte allerdings Kontingentspieler Skylar Pacheco, für ihn rückte Daniel Stiefenhofer in den Kader. Statt Nemec, der sich vor dem Spiel den Magen verdorben hat, bekam zunächst der 19-jährige Dieter Geidl, Förderlizenzspieler aus Kaufbeuren, im Tor das Vertrauen von Wiedmaier. Letztlich waren die Islanders der Aufgabe beim Tabellenzweiten nicht gewachsen. Im Rofa-Stadion erwischten die Lindauer zwar einen guten Start: In Überzahl traf Alexander Dosch mit einem Schuss ins kurze Eck zur Gästeführung (10.). Doch das war nur ein kleines Strohfeuer. Die Starbulls antworteten zügig und glichen durch Geburtstagskind Maximilian Vollmayer aus (11.). Aaron Reinig brachte die nun sehr druckvoll agierenden Rosenheimer dann noch vor der Pause mit 2:1 in Front (16.). Im zweiten Drittel drehten die Gastgeber auf. Begünstigt durch zwei Zwei-Minuten-Strafen gegen Corvin Wucher (23., 25.) wegen Beinstellens führte die dominante Spielweise zu vier Toren. Schmidpeter (23.) und Vollmayer (26.) in Überzahl und Norman Hauner (24.) und Florian Krumpe (28.) waren erfolgreich. Wiedmaier reagierte: Nach dem Distanztor von Krumpe kam der gesundheitlich angeschlagene Nemec für Geidl aufs Eis. Der Routinier war sofort gut drin und ein guter Rückhalt für die Lindauer Mannschaft. Nur Manuel Edfelder überwand ihn (50.), Nemec zeigte viele gute Paraden. Das zweite Islanders-Tor schoss Dosch (44.). „Wir können sehr viel lernen von Rosenheim, das ist ein sehr guter Gegner“, sagte Wiedmaier. „Leider haben wir uns im zweiten Drittel nicht an den Gameplan gehalten. Ich bin aber froh, wie die Jungs nach dem 1:4 wieder gearbeitet haben. Man kann schnell abschalten, das haben die Jungs aber nicht getan.“

Landsberg kommt in die Lindauer Eissportarena

Der zweite Heimsieg der Saison soll am Dienstag folgen. An Allerheiligen treffen die Lindauer ab 18 Uhr auf den HC Landsberg (live auf SpradeTV). Für dieses Spiel an Allerheiligen haben sich die EVL-Verantwortlichen zu einer Ferienaktion entschlossen: Alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren haben gegen das Vorzeigen ihres Ausweises freien Eintritt. Gegen den HC Landsberg wird es in der Eissportarena auch wieder den Lucky-Shot um 10 000 Euro geben. Bislang ist es noch keinem Teilnehmer gelungen, den Puck in der dafür vorgesehenen Öffnung zu versenken.

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