Künstler aus der Region zeigen ihre Arbeiten im Lindauer Landratsamt

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 Bereits zum 17. Mal findet im Lindauer Landratsamt eine Kunstausstellung statt. Dieses Mal mit sieben Kunstschaffenden aus der
Bereits zum 17. Mal findet im Lindauer Landratsamt eine Kunstausstellung statt. Dieses Mal mit sieben Kunstschaffenden aus der Region: (von links) Willi Kleiner, Gerd Brög, Inge Hitzig, Irina Dichtl, Ute Aichmann, Sissi Lerchenmüller und Marieke Florian, rechts im Bild zudem der Hausherr, Landrat Elmar Stegmann. (Foto: Christian Flemming)
Christian Flemming

Es ist bereits die 17. Kunstausstellung im Landratsamt, die jeweils für ein halbes Jahr die Gänge und Flure des Landratsamtes verschönern und den Aufenthalt in dieser Behörde angenehmer machen wollen. Eine sehr lange Tradition, wenn man den Worten Elmar Stegmanns folgt. Denn der Landrat stellte humorig fest: „Wenn etwas zum zweiten Male stattfindet, gilt das in Bayern als langjährige Tradition.“

Stegmann freute sich, dass dieses Mal sieben Künstlerinnen und Künstler aus der Region gewonnen werden konnten, die mit unterschiedlichsten Techniken und Stilen das Landratsamt bunter machen und zwar in allen Gebäuden, in denen das Landratsamt untergebracht ist. Was ihn auch freute, war der musikalische Beitrag des Gitarrenquartetts Elena Hagers, das schon vergangene Woche bei der Eröffnung der Hundertwasser-Ausstellung sein Publikum begeistert hatte und auch hier im Landratsamt ohne Zugabe nicht verschwinden durfte.

So sind die Werke der aus Sibirien stammenden Irina Dichtl auf der Insel am Stiftsplatz 4 aufgehängt. Sie arbeitet mit Öl und Acrylfarben, Kohlekreide und Kohlestiften, aber auch mit Filz. Daraus entstehen Fantasiebilder, Motive des Bodensees und Naturbilder.

In der Bregenzer Straße 33, dem Gebäudeteil, in dem auch die Sparkasse untergebracht ist, wird das erste Obergeschoss mit den Aquarellen Willi Kleiners verschönt. Der Bautechniker widmet sich seit 1971 der zeichnerischen und malerischen Kunst. Er nimmt sich Motive aus Lindau und Umgebung in seinen Werken vor.

Ebenfalls Aquarelle zieren das zweite Obergeschoß, hier sind es Landschaftsbilder, Kirchen und alte Häuser, die Gerd Brög als seine Lieblingsmotive nennt. Brög, der sich seit 1995 der Malerei zuwandt, schreckt auch nicht vor Bleistiftzeichnungen oder einfarbigen Bildern zurück.

In den Fluren der vier Geschosse des Amtsgebäudes in der Bregenzer Straße 35 hängt ebenfalls neue Kunst. So stellt Marieke Florian aus Neuravensburg, deren Werke mit ihren vorwiegend abstrakten Motiven mit farbiger Tusche entstanden sind, im Erdgeschoss aus. Eine Etage höher sind die Arbeiten von Inge Hitzig aus St. Gallenkirch zu sehen, die seit frühester Jugend malt. Nach ihrer Schneiderlehre studierte Hitzig Modedesign. Auch sie liebt es, mit Acrylfarben zu arbeiten, besonders Stillleben und Menschen haben es ihr als Motiv angetan.

Ein Teil des Erlöses fließt an die Aktion „Wir helfen“

Im zweiten Stockwerk werden Arbeiten von Ute Aichmann ausgestellt. Die in Hörbranz lebende Künstlerin hat Kunst und Musik studiert, malt vorwiegend großflächige gegenständliche Bilder mit Kohle und Acryl. Das oberste Stockwerk dient als Ausstellungsfläche für die Werke Sissi Lerchenmüllers. Wie Marieke Florian kommt sie aus Neuravensburg und malt hauptsächlich Tierwesen. Dabei gestaltet sie ihre Bilder mit Copic-Markern.

Zur langen Tradition der Kunstausstellungen im Landratsamt, die zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu besichtigen ist, gehört auch, dass die Bilder auch verkauft werden: Wie immer gehen zehn Prozent des Verkaufspreises an die Lindauer Bürgeraktion „Wir helfen“. So konnte Barbara Krämer-Kubas bei dieser Vernissage symbolisch einen Scheck über die Summe entgegennehmen, die bei der vergangenen Ausstellungssaison für „Wir helfen“ zusammengekommen war. Krämer-Kubas freute sich über das Geld. Denn auch „wenn Lindau eigentlich eine reiche Stadt ist, herrscht auch hier Not, die wir mit unserem Einsatz zu lindern helfen wollen“, so die stellvertretende Landrätin.

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