Junge Gastro mit alten Autos

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Der Plan zeigt die Eilguthalle und den Außenbereich, den der Pächter schon in diesem Jahr bewirtschaften darf.
Der Plan zeigt die Eilguthalle und den Außenbereich, den der Pächter schon in diesem Jahr bewirtschaften darf. (Foto: Plan: Stadt Lindau)

Aus der Eilguthalle soll ein Lokal vor allem für junge Menschen werden. Der Bauausschuss hat dem Konzept am Dienstag zugestimmt. Die Räte sind auch einverstanden, dass der Investor nicht nur das denkmalgeschützte Gebäude umbaut, sondern auch außen bewirtet. Während das Lokal erst im kommenden Jahr öffnet, soll es den Biergarten schon in diesem Sommer geben.

Florian Zimmermann, der den Investor vertritt, und Architekt Tobias Gaupp stellten die Pläne für das neue Lokal kurz vor. Wie berichtet, ist neben der Sanierung der Halle ein Glaspavillon als Anbau geplant, so dass im Inneren rund 200 Sitzplätze entstehen. Besonderheit sind Fahrspuren für bis zu zehn Oldtimer. Verschiedene Fahrzeuge einer Sammlung sollen dort im Wechsel zu sehen sein. Nicht zu dem Lokal gehört der sogenannte Kopfbau, den die Bodensee-Schiffsbetriebe weiter nutzen werden. Diesen Teil des Gebäudes darf der Investor deshalb auch nicht sanieren.

Die Stadträte freuen sich über das Konzept. Damit verschwinde ein Schandfleck, brachte Angelika Rundel (SPD) die Stimmung auf den Punkt.

Mehr Diskussionen gab es über die geplanten Biergärten, in denen direkt vor der Halle zum See hin und auf dem Beginn der Leuchtturm-Mole insgesamt knapp 250 Sitzplätze entstehen sollen. Zusätzlich sind zwar zum See und zum Hafen hin auch Sitzbänke geplant für Gäste, die nichts essen oder trinken wollen, dennoch gab es einige Räte, die diese Biergärten gern kleiner hätten.

OB Gerhard Ecker verwies schließlich darauf, dass die Stadt die Flächen bereits verpachtet hat. Vor allem den Bereich auf der Leuchtturm-Mole habe man aber bewusst vorerst nur für ein Jahr verpachtet. Damit könne man bei einer Verlängerung die Erfahrungen abwarten. Zudem lasse das alle Möglichkeiten im Zuge der Neugestaltung für die Gartenschau. Das gilt auch für die benachbarte Fläche, auf der noch Schienen liegen. Ecker berichtete, dass die Bahn zumindest ein Gleis schon recht bald verkürzen könnte, entsprechende Verhandlungen seien zum Monatsende geplant.

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