Jugendsozialarbeit an Schulen soll ausgebaut werden

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Die Teilnehmer des Fachtages Jugendsozialarbeit an Schulen sind sich nach Diskussionen über vieles einig.
Die Teilnehmer des Fachtages Jugendsozialarbeit an Schulen sind sich nach Diskussionen über vieles einig. (Foto: AWO)
Lindauer Zeitung

„Ich habe mit dem Bürgermeister von Heimenkirch gesprochen und das ist ein guter Kerl. Der setzt sich für die Sache ein.“ Mit diesen Worten sorgte der ehemalige Schüler Cem Sevi am Ende des ersten Fachtags für Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) im Landkreis Lindau für ein Schmunzeln in der Runde. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schwaben hatte als Träger an zehn von vierzehn JaS-Standorten im Landkreis dazu an die Mittelschule Lindenberg eingeladen und knapp 70 Teilnehmer kamen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Das Jugendamt war durch den Leiter Jürgen Kopfsguter und weitere Mitarbeiter ebenso vertreten wie die weiteren Träger, die Martkgemeinde Weiler-Simmerberg, der Schulverband Lindenberg, die Verwaltungsgemeinschaft Argental und der Kreisjugendring. Von den Gemeinden Heimenkirch und Gestratz kamen die Bürgermeister Markus Reichart und Johannes Buhmann. Zudem erschienen Vertreter aller Schulstandorte, Schulrat Elmar Vögel, verschiedene Kooperationspartner, der Leiter des Fachreferats bei der Regierung von Schwaben, Helmut Sterkel, sowie Eltern und Schüler.

Die Sprecherin des JaS-Teams Kordula Schreiner sagte in ihrer Begrüßung, sie sei begeistert über den großen Zuspruch, und leitete mit der Kernfrage „Was kann die Arbeit von JaS noch zielführender machen?“ an den Moderator Robert Pakleppa aus Lindau über. Pakleppa, bekannt von den Großgruppenprozessen der Projektwerft in Lindau, führte die Teilnehmer durch den Nachmittag. Angefangen mit der Zeitreise der beiden dienstältesten JaS-Mitarbeiter Peter Kramer und Peter Sedlak durch die mittlerweile 25-jährige Geschichte von Sozialarbeit an Schulen im Landkreis bis hin zur Erarbeitung von Zielen für die Weiterentwicklung der Arbeit in den nächsten drei bis fünf Jahren, stand die Interaktivität und der Austausch der unterschiedlichen Teilnehmergruppen im Mittelpunkt. Inhaltlich fand sich große Übereinstimmung unter anderem bei der Forderung des Ausbaus von JaS sowohl in die Breite wie in die Tiefe, der Erleichterung von administrativen Hürden wie der Abschaffung der Migrationsquote als Fördervoraussetzung und auch bei der Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. Darüber, dass JaS sehr gute und wertvolle Arbeit leistet, bestand Einigkeit, nur wäre das noch viel zu wenig in der Öffentlichkeit präsent.

Als Fazit des Fachtags waren alle Teilnehmer sehr begeistert von der Diskussionsatmosphäre. Für viele wurde durch die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler die Arbeit und Wirkung von JaS greifbarer. So gingen zum Abschluss die Hände bei der Frage nach einer weiteren Beteiligung an einer Vertiefung der Themen nahezu alle nach oben.

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