John Sicinski soll die Lindau Islanders aus dem Keller führen

 Die EV Lindau Islanders haben John Sicinski als neuen Trainer verpflichtet.
Die EV Lindau Islanders haben John Sicinski als neuen Trainer verpflichtet. (Foto: Michael Sigl/Imago)
Lindauer Zeitung
Sportredakteur

Die EV Lindau Islanders haben einen erfahrenen Trainer als Nachfolger des entlassenen Stefan Wiedmaier gefunden. Wie der Eishockey-Oberligist am Dienstagvormittag mitteilte, kommt der Deutsch-Kanadier John Sicinski an den Bodensee. Zuletzt war der 48-Jährige bei den Starbulls Rosenheim für die U20-Mannschaft in der Deutschen Nachwuchsliga II verantwortlich.

Am Freitag gibt der neue Trainer sein Debüt

Sicinski kam als Spieler 1998 nach Deutschland und verbrachte fast seine gesamte Karriere bei bayerischen Mannschaften in der dritthöchsten deutschen Eishockey-Spielklasse. 2013 begann er als Spielertrainer beim EC Peiting seine Karriere hinter der Bande. Seinen bisher größten Erfolg seiner Trainerlaufbahn feierte Sicinski beim Deggendorfer SC, den er 2018 in die DEL2 führte. Nach drei Jahren als Cheftrainer beim Oberligisten Starbulls Rosenheim war Sicinski in dieser Saison für die U20 der Rosenheimer in der DNL II verantwortlich. Sein Debüt als neuer Trainer der EV Lindau Islanders wird Sicinski am Freitag (19.30 Uhr/SpradeTV) beim beim EV Füssen geben.

„Die schnelle Verpflichtung von John war für uns sehr wichtig, um dem Team eine Führung und sportliche Erfahrung zu geben“, wird der 2. Vorsitzende der Islanders, Michael Messmer, in einer Mitteilung des EVL zitiert. „Die Gespräche mit John waren – sportlich als auch menschlich – von großen Schnittmengen geprägt. Die Ausrichtung und die Ziele wurden deshalb gemeinsam schnell definiert.“

Marko Sakic wird wieder Co-Trainer

Der 48 Jahre alte Deutsch-Kanadier übernimmt das Amt vom Interimstrainer-Duo Marko Sakic/Sebastian Schwarzbart. Sakic wird an der Seite von Sicinski wieder als Co-Trainer ins zweite Glied rücken, Schwarzbart widmet sich seiner ursprünglichen Rolle als Teammanager. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit John einen absoluten Fachmann für Lindau gewinnen konnten“, sagt der Sportliche Leiter Milo Markovic. „Es war uns wichtig, einen Trainer zu verpflichten, der in der Oberliga bereits erfolgreich gearbeitet hat und Erfahrung mitbringt.“ Markovic bedankt sich zudem bei den treuen Fans, „die den EVL in der schwierigen Phase“ unterstützt hätten. Der Sportliche Leiter ist sich sicher: „Gemeinsam schaffen wir den Turnaround.“ Derzeit sind die Lindauer nach fünf Niederlagen in Folge nur Vorletzter der Oberliga Süd.

Sicinski freut sich laut der Mitteilung der Islanders auf seine Rückkehr in die Oberliga und sein neues Team. „Die Mannschaft hat viel mehr Potenzial, als sie derzeit zeigt. Das ist für mich der Anreiz, dieses Potenzial in die richtige Richtung zu lenken“, sagt der gebürtige Kanadier. Die Islanders hatten bei der Trainersuche früh den erfahrenen Trainer ins Auge genommen. „Nach etlichen Gesprächen deutete sich eine gemeinsame Zukunft an“, schreiben die Lindauer. Am Ende sei alles schnell gegangen und beide Seiten einigten sich auf eine Zusammenarbeit.

Halbfinale und Viertelfinale mit den Starbulls

Nach dem Aufstieg mit Deggendorf in die DEL2 wurde Sicinski von der Zeitschrift „Eishockeynews“ als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Im Januar 2019 trennte sich der DSC von Sicinski, weil der Verein in der DEL2 um den Klassenerhalt kämpfte. Im Sommer 2019 wechselte der 48-Jährige zu den Starbulls Rosenheim. Mit den Rosenheimern war der Deutsch-Kanadier, der in seiner aktiven Zeit mehr als 700 Spiele in diversen deutschen Ligen bestritten hat, sehr erfolgreich und erreichte in den vergangenen beiden Spielzeiten die Play-offs. 2021 schieden die Starbulls im Halbfinale aus, in der vergangenen Saison war im Viertelfinale Endstation. Danach wechselte Sicinski in den Rosenheimer Nachwuchs. In der zweithöchsten deutschen Spielklasse der U20-Junioren stand Sicinski mit den Rosenheimern nach 17 Spielen auf Rang vier. Die Starbulls gaben dem Trainer dennoch die Freigabe für den Wechsel nach Lindau.

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