Jetzt kommt Schtonk auch auf die Bühne

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Immer noch aktuell: Der Skandal um die Hitler-Tagebücher.
Immer noch aktuell: Der Skandal um die Hitler-Tagebücher. (Foto: WLB Esslingen)

Die ebenso groteske wie geniale Komödie um den Skandal der veröffentlichten Tagebücher Adolf Hitlers findet erstmals den Weg auf die Bühne. Am Samstag, 17. März, zeigt die Württembergische Landesbühne ab 19.30 Uhr die Uraufführung von Schtonk von Helmut Dietl/Ulrich Limmer im Theater Lindau zu sehen. Friedrich Schirmer, der Intendant der WLB, wird ebenfalls in Lindau sein.

Der etwas schmierige Skandalreporter Hermann Willié ist seit kurzem stolzer Besitzer der etwas heruntergekommenen Yacht des von ihm hochverehrten Reichsmarschalls Hermann Göring. Leider hat er sich mit dieser Investition finanziell verhoben, nun ist er auf der Suche nach einem journalistischen Knaller. Als er auf Prof. Dr. Fritz Knobel, einen Verkäufer von Historika und Antiquitäten trifft, scheinen seine kühnsten Träume wahr zu werden. Denn Knobel bietet ihm etwas an, von dessen Existenz niemand geahnt hatte: Das geheime Tagebuch des Führers!

Im April 1983 erklärte das Magazin „Stern“, sich im Besitz der Hitler-Tagebücher zu befinden. Wenig später beginnt die Veröffentlichung von Auszügen aus dem Journal. Es dauert nur zwei Wochen, bis eine BKA-Untersuchung bescheinigt, dass es sich bei den Büchern um eine Fälschung handelt.

Die Zuschauer erwartet laut Veranstalter eine Realsatire, die in Zeiten von Fake News und Rechtspopulismus hochaktuell ist.

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