„Jeff-Smith-Spiele“ in Füssen

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Mit 4:2 revanchieren sich die EV Lindau Islanders beim EV Füssen für die knappe Hinspielniederlage in der Qualirunde zur Eishoc
Mit 4:2 revanchieren sich die EV Lindau Islanders beim EV Füssen für die knappe Hinspielniederlage in der Qualirunde zur Eishockey-Oberliga Süd. (Foto: Reiner Roither)

Die EV Lindau Islanders haben am Freitagabend einen weiteren Schritt in Richtung Play-offs gemacht. Dank eines Viererpacks von EVL-Stürmer Jeff Smith gewannen die Lindauer ihr siebtes Gruppenspiel der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Oberliga Süd beim EV Füssen mit 4:2 (1:1, 2:0, 1:1) und holten sich einen wichtigen Auswärtssieg.

Dass es dabei keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab, war den Islanders von vornherein klar: Mit Michal Mlynek, Simon Klingler und Miroslav Jenka musste der EVL gleich drei Leistungsträger verzichten mussten. Und der EV Füssen erwies sich als der erwartet hartnäckige Gegner. „Wir haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Das sollte uns Auftrieb geben“; sagte EVL-Trainer Mike Muller, der bei seinem Team erneut einen kleinen Schritt nach vorne erkennen konnte. In einigen Szenen fehlt den Lindauer Cracks zwar immer noch das Selbstvertrauen, doch mit gutem Zusammenhalt und solider Arbeit im Kollektiv gerade in Unterzahl, wobei sie ohne Gegentreffer blieben, meisterten sie die Hürde vor 1053 Zuschauern am Kobelhang.

Gerade im ersten Drittel hatten die Lindauer dabei ihre Probleme, obwohl sie durch Smith bereits nach acht Minuten in Führung gehen konnten. „In manchen Szenen verlieren wir zu schnell die Ordnung in der eigenen Zone“, stellte EVL-Teammanager Sebastian Schwarzbart fest. Dadurch kamen die Gastgeber zu Chancen, auch wenn der Ausgleich aus einem Konter entstand. „Der Anfang des Spiels war sehr hektisch. Wir haben mehrmals schlechte Entscheidungen getroffen, so wie beim Ausgleich, als wir zu offen waren. Für mich war der Knackpunkt, dass wir die vier Minuten in Unterzahl überstanden haben. Das hat uns gepusht“, so Muller.

Die Weichen auf Sieg stellte der EVL dann nach diesen vier Minuten im zweiten Durchgang, den die Inselstädter überlegen gestalteten. Die Islanders gingen zielstrebiger zum Tor, hatten viele Schüsse und zahlreiche gute Chancen. Zweimal rettete dabei der Pfosten für den stark haltenden 18-jährigen Füssener Keeper Maximilian Meier. Machtlos war er dann gegen den Bauerntrick von Jeff Smith in der 28. Minute und den Schuss der Amerikaners zum 3:1 drei Minuten vor der zweiten Drittelpause.

Da es die Islanders anschließend versäumten, einen vierten Treffer nachzulegen, speziell bei einem Alleingang in der 44. Minute, wurde es nach Füssens 2:3-Anschlusstreffer noch einmal spannend. Die Allgäuer versuchten alles, um den Ausgleich zu erzielen, was die Lindauer mit kühlem Kopf und abgeklärtem Spiel verhinderten. Smith setzte mit seinem vierten Treffer ins leere EVF-Gehäuse eine Minute vor dem Ende den Schlusspunkt und entschied die Partie endgültig zugunsten der Gäste vom Bodensee. „Das letzte Drittel war wieder hektisch. Füssen hat Gas gegeben und bis zum Ende gekämpft. Jetzt bin ich einfach nur glücklich über den Sieg“, sagte Muller nach der Partie.

EV Füssen - EV Lindau Islanders 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

Tore: 0:1 (07:30) Smith (Brunnhuber, Quaile), 1:1 (12:58) Böck (Platzer), 1:2 (27:32) Smith (Farny, Quaile), 1:3 (36:28) Smith (Quaile, Gejerhos), 2:3 (51:38) Wiedemann (Bühler, Schmid), 2:4 (58:46) Smith (Farny, Brunnhuber - ENG).

Strafminuten: Füssen 6, Lindau 10.

Zuschauer: 1053.

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