Jeder darf mal an den Flügel

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Ob Anfängerin oder Fortgeschrittene - beim Open Piano darf jeder mal am Flügel Platz nehmen, der Lust darauf hat.
Ob Anfängerin oder Fortgeschrittene - beim Open Piano darf jeder mal am Flügel Platz nehmen, der Lust darauf hat. (Foto: Open Piano)
Lindauer Zeitung

Auf der Facebook-Seite „Open Piano for Refugees“ sowie

unter

www.openpianoforrefugees.com

finden Interessierte weitere Eindrücke und Informationen.

Die gemeinnützige Aktion „Open Piano for Refugees“ wird in der kommenden Woche in Bregenz (17. bis 22. Juli) und übernächste Woche (26. bis 29. Juli) in Lindau vonstatten gehen. Dabei platzieren die Organisatoren einen frei zugänglichen Flügel an der Seepromenade/Molo in Bregenz und am Rüberplatz in Lindau und öffnen den Flügel bei schönem Wetter von jeweils von zirka 11.30 Uhr bis 21 Uhr. Es gilt das Motto: Alle dürfen spielen. Alle dürfen zuhören.

Initiator Udo Felizeter: „Die Open Pianos sollen den öffentlichen Raum kunstvoll beleben, die Interaktion in der Öffentlichkeit und die gesellschaftliche Teilhabe von Minderheiten und sozial benachteiligten Menschen fördern, eine nonverbale Kommunikationsplattform kreieren sowie für eine positive öffentliche Präsenz von Geflüchteten sorgen. Musik unterscheidet weder zwischen Religion noch Herkunft. Musik verbindet.“

Durch die Musik werden Spenden generiert, die in das soziale Musikinstitut „DoReMi“ fließen, wo Geflüchtete und Sozialbenachteiligte zusammen mit Einkommensstärkeren leistbaren und interkulturellen Musikunterricht in Wien beziehen können, schreibt der Veranstalter. Im Moment werden im „DoReMi“ in Wien 70 (ab Oktober 100 bis120) Schüler unterrichtet auf einer „Bezahle-so-viel-du- kannst“-Basis. Das Musikinstitut ist allerdings offen für alle. Externe können Einkommensschwache auch mit einer Musikpatenschaft für 170 Euro pro Semester den Musikunterricht ermöglichen.

„Open Piano for Refugees“ führt dieses Projekt bereits seit Juni 2016 ehrenamtlich und sehr erfolgreich durch und bespielte in den letzten Jahren bereits 23 unterschiedliche Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Udo Felizeter: „Wir glauben fest an die Wirksamkeit unseres Konzepts und werden von der positiven Resonanz, die wir erhalten, und den vielen fröhlichen Gesichtern immer wieder aufs Neue bestärkt und motiviert.“ Felizeter rechnet auch am Bodensee wieder mit einer positiven Resonanz der Aktion: „Wir erwarten dort durchgängiges Bespielen des Flügels von vielen hervorragenden Pianisten sowie unzählige interessierte Zuschauer.“

Auf der Facebook-Seite „Open Piano for Refugees“ sowie

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www.openpianoforrefugees.com

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