Islanders sammeln fleißig Punkte

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Geschafft: Erst in der Overtime gelang dem EVL das spielentscheidende Tor gegen den TSV Peißenberg.
Erst in der Overtime gelingt dem EV Lindau das spielentscheidende Tor. (Foto: Christian Flemming)
Sportredakteur

In Gruppe A der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Oberliga Süd kommen die EV Lindau Islanders immer besser in Schwung. Fünf Punkte sind am Wochenende beim Gastspiel gegen den EV Füssen (4:2) und zu Hause gegen den TSV Peißenberg (1:0 nach Verlängerung) herausgesprungen. Damit ist die Mannschaft von EVL-Headcoach Mike Muller jetzt Gruppenzweiter hinter dem Höchstadter EC.

Den Grundstein legte der EV Lindau am Freitagabend beim Auswärtssieg in Füssen. Dieser dürfte als „Jeff-Smith-Spiele“ in die Analen des Eislaufvereins eingehen: Alle vier Treffer der Gäste vom Bodensee markierte der US-Amerikaner, womit der EVL erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage nehmen konnte.

Spannung pur war dann beim Sonntagsspiel der Islanders gegen den bisher Gruppenzweiten TSV Peißenberg angesagt: Torlos verlief die reguläre Spielzeit vor knapp 800 Zuschauern in der Lindauer Eissportarena. Die Spieler beider Kontrahenten wirkten im Kampf um eine gute Ausgangsposition vor den anstehenden Play-offs wirkten nervös, neutralisierten sich über weite Strecken hinweg, waren in Überzahl zumeist harmlos und konnten im Powerplay nichts Zählbares holen.

Die größte Chance im ersten Durchgang hatte Sebastian Koberger, der kurz vor der Drittelpause von der Bande abzog. Zwischen den Schonern von Gästegoalie Michael Resch rutschte der Puck durch die Schoner. Von der Linie seines schon geschlagenen Schlussmanns kratzte der heraneilende Fritz Stögbauer das Spielgerät. Der TSV-Verteidiger verhinderte den Rückstand der Gäste aus Oberbayern, die teils mit unfairen Mitteln agierten, jedoch nur selten vom Schiedsrichtergespann mit Strafzeiten belegt wurden.

Nicht viel Neues auch im Mitteldrittel: Erst donnerte Jeff Smith den Puck knapp übers Gästegehäuse (24.), eine Minute später scheiterte EVL-Verteidiger Tobias Fuchs an Resch. Zweimal hatte Miroslav Jenka in aussichtsreicher Position die Führung auf dem Schläger(32./36.), beide Male vergab er. Auf der anderen Seite konnte Dominik Ebentheuer nach einer tollen Kombination über Peißenbergs Kontingentspieler Dejan Vogl den Puck im Kasten von EVL-Torhüter David Zabolotny nicht unterbringen (29.). Und auch Manfred Eichbergers Schussversuch (39.) war nicht von Erfolg gekrönt.

Tänzchen nach Spielschluss

So ging es mit 0:0 ins Schlussdrittel: Hier hätten die Islanders, die zweimal in doppelter Überzahl auf dem Eis und über fast fünf Minuten hinweg mindestens einen Mann mehr auf dem Eis hatten als die „Eishackler“, alles klarmachen können. Doch versagten die Nerven, die Overtime musste es richten. Hier schlug dann die Stunde von Tim Brunnhuber, der 1:42 Minuten vor Ende unter die Querlatte des TSV-Gehäuses zum umjubelten Siegtreffer für Lindau donnerte. Danach nahmen sich beide Matchwinner des Wochenendes, Brunnhuber und Smith, in die Hände und wagten ein Tänzchen zu zweit auf dem Eis – sehr zur Freude der EVL-Fangemeinde. Mit dem Last-minute-Sieg ist der EVL nun Zweiter.

Am neunten Spieltag in Gruppe A der Qualifikationsrunde zur Eishockey-Oberliga Süd gastieren die EV Lindau Islanders am kommenden Freitag, 16. Februar, beim Höchstadter EC. Spielbeginn in Mittelfranken ist um 20 Uhr.

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