In Lindau hilft jetzt wieder die Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung

 Landrat Elmar Stegmann (Mitte) begrüßt vier Bundeswehrsoldaten in Lindau.
Landrat Elmar Stegmann (Mitte) begrüßt vier Bundeswehrsoldaten in Lindau. (Foto: Landratsamt)
Lindauer Zeitung

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Lindau steigt und steigt. Die Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt ist hoch. Seit Mitte November helfen deshalb zwei Beamte der Polizei dabei, die Kontakte nachzuverfolgen. Nun sind auch wieder Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

„Die Kontaktpersonennachverfolgung ist zentrales Element in der Pandemiebekämpfung und ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie uns aktiv unterstützen“, sagte Landrat Elmar Stegmann laut einer Pressemitteilung bei der Begrüßung der fünf Soldaten. Die Soldaten kommen von der Schule ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben in Sonthofen. Wie das Landratsamt mitteilt, werden sie in den kommenden Wochen fünf Tage die Woche in Lindau im Einsatz sein.

„Ein weiterer Hilfeantrag ist bei der Regierung von Schwaben gestellt mit der Bitte, zusätzlich Mitarbeiter anderer Behörden zur Unterstützung einzuteilen“, schreibt das Landratsamt weiter. Bereits vor einem Jahr waren externe Helfer im Lindauer Gesundheitsamt eingesetzt, neben Polizisten und Soldaten halfen auch Ehrenamtliche von BRK und THW. Sie waren damals von Ende Oktober bis Mitte Mai in Lindau.

Kontaktverfolgung nur noch eingeschränkt möglich

„Die Staatsregierung hat entschieden, dass in der jetzigen Phase der Pandemie aufgrund der hohen Arbeitsbelastung die Kontaktverfolgung nur noch bei Haushaltsangehörigen oder bei Personen mit Kontakt zu gefährdeten Menschen erfolgen soll. Wir versuchen aber trotzdem, weiterhin eine möglichst umfangreiche Kontaktpersonennachverfolgung durchzuführen“, erklärt der Landrat. An Tagen mit vielen Neuinfektionen sei dies jedoch nicht immer oder nur eingeschränkt möglich. Auch sei es an diesen Tagen nicht möglich, alle mittels PCR-Test positiv getesteten Personen sofort zu benachrichtigen. „Das Landratsamt bittet hier um Geduld, ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts wird sich schnellstmöglich mit dem Betroffenen in Verbindung setzen.“

Kontaktpersonen, die keinen Anruf vom Gesundheitsamt erhalten, sollte dennoch ihre eigenen Kontakte reduzieren, die allgemeinen Hygieneregeln genau befolgen, sich mit einem Schnelltest selbst testen oder einen kostenlosen Antigen-Schnelltest durchführen lassen und auf mögliche Krankheitszeichen von COVID-19 achten, schreibt das Landratsamt. Für Kontaktpersonen sei außerdem wichtig zu wissen: Solange keine Krankheitszeichen auftreten und die durchgeführten Corona-Tests negativ sind, muss kein Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen werden und es besteht nur dann Quarantänepflicht, wenn das Gesundheitsamt sich direkt meldet.

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