Immer noch Diskussionen über neue Fahrradständer

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Sie sind nicht besonders schön, aber vonnöten: Die Fahrradständer am Lindauer Marktplatz sind nach wie vor umstritten.
Sie sind nicht besonders schön, aber vonnöten: Die Fahrradständer am Lindauer Marktplatz sind nach wie vor umstritten. (Foto: Julia baumann)
Redaktionsleiter

Unter Bürgern und im Stadtrat sind die neue Fahrradständer am Marktplatz nach wie vor umstritten. Das wurde im jüngsten Bauausschuss und zuvor bei der Versammlung des Fördervereins Cavazzen deutlich. Dennoch werden die Radständer wohl dort bleiben.

Als „Panzersperren“ hatte Eugen Baumann die Fahrradständer am Rande der Cavazzen-Versammlung bezeichnet. Die seien einfach hässlich und passten nicht auf den Platz, sagte Baumann, der früher in der Stadtverwaltung für den Denkmalschutz zuständig war und danach als Kreisheimatpfleger ehrenamtlich gearbeitet hat. Dem Stadtbild sei das nicht zuträglich.

So sieht das offenbar auch Stadtrat Thomas Hummler (CSU), der im Bauausschuss befand, dass diese Halterungen den Platz verschandelten. Zudem seien die ersten Ständer bereits beschädigt, weil Autofahrer dagegen gefahren seien. Die Verwaltung sollte dafür seiner Meinung nach einen besseren Platz suchen oder solche Ständer aussuchen, die zur Altstadt passen.

Auch Stadtbaudirektor Georg Speth ist unglücklich mit der Anlage: Das Bauamt sei vorab nicht beteiligt worden. Die Garten- und Tiefbaubetriebe hätten eigenständig die neue Anlage ausgewählt und aufgestellt. „Die sind nicht filigran, und die sind nicht elegant“, befand Speth, der darauf besteht, dass es in künftigen Fällen vorab Absprachen geben soll zwischen GTL und Stadtgestaltung.

„Ich hatte gehofft, dass die Diskussion beendet ist“, antwortete ein genervter Matthias Kaiser (BL), der als Mobilitätsbeaufttragter des Stadtrats an der Auswahl beteiligt war. Die GTL hätten bewusst solche Fahrradständer ausgewählt, die Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) und andere Fachleute als ideal für Sicherheit und Schutz der Fahrräder empfehlen. Die seien zum Beispiel auch gut geeignet für Elektrofahrräder. Zudem sei das Bild jetzt immer noch besser als vorher, als am Marktplatz trotz Verbotsschilder dauernd Autos standen.

Dass die Ständer nötig sind, daran gebe es auch keinen Zweifel, zumindest nicht seitdem es wärmer ist: „Die Dinger sind immer voll, nicht nur zum Wochenmarkt.“ In der Größe und in der Sicherheitsstufe gebe es nichts, was zur Altstadt passe. Deshalb müsse man das in Kauf nehmen. zudem empfinde er das als gar nicht so schlimm: „Das ist Geschmackssache.“

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