Im Sputnik-Park heben Biker ab

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Der Bikepark des DAV in der Bregenzer Straße 177 ist für eine Stunden- oder Tagesgebühr (ein Euro, bzw. drei Euro) für alle BMX- und Mountainbikern ab zwölf Jahren offen. Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Voraussetzung. Kinder unter 12 Jahre dürfen nur unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten fahren. Bezahlt wird gegen Vertrauen: Es steht eine kleine Kasse am Eingang des Sputnik-Parks. Es wird stichprobenartig kontrolliert. Die Jahreskarte kostet 30 Euro. Fahrradhelm und ein funktionstüchtiges Bike sind Pflicht. Der DAV empfiehlt zudem Schoner für Ellbogen und Schienbein sowie Flatpedale. Der Bikepark ist von 6 bis 22 Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag nur bis 18 Uhr. Zwölf bis 16-Jährige brauchen für die Teilnahme am Training die Einverständniserklärung der Eltern. Bei Regen und nassem Boden ist der Park gesperrt.

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Waghalsige Sprünge, rasante Fahrten über Hindernisse: Wer den Kick auf zwei Rädern sucht, ist im Lindauer Bikepark des DAV richtig. Ob in der Gruppe oder allein, in der Mittagspause oder am späten Abend, hier kann sich jeder ganz nach Lust und Laune austoben.

Der Sputnik-Park in der Bregenzer Straße sieht aus wie eine Mondlandschaft. Kraterartige Hügel ragen in die Höhe, wellige Bahnen schlängeln sich über das Grundstück: Bikers Träume sind aus einem verdichteten Erde-Lehmgemisch, Betonkies und Sand gemacht. 2015 eröffnete der Parcours, es ist der erste Bikepark des Deutschen Alpenvereins in dieser Größe. Und er kommt bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen gut an.

„Wir sind mit der Nutzung sehr zufrieden“, sagt Raphael Boos, Tourenführer und Fachübungsleiter der Mountainbiker im Alpenverein, auch wenn die Auslastung natürlich stark von Wetter und Jahreszeit abhänge. Manchmal seien 40 Leute am Wochenende auf der Bahn, ein anderes Mal nur fünf. Lindauer, aber auch Besucher von auswärts ziehen dort mit ihren Rädern ihre Runden. Gefragt seien auch die Trainingseinheiten am Montag, Dienstag und Donnerstag. „Wir überlegen, eventuell noch zusätzliche Termine anzubieten“, so Boos weiter.

„Das ist schon anstrengend“

Die Biker haben die Wahl zwischen Pumptrack, Dirtline, Flowline sowie Trial und Skill auf insgesamt mehr als 8000 Quadratmetern Fläche. Ein Herzstück des Parks ist der „Pumptrack“, eine Art Wellengelände. Hier bewegen sich Biker nur durch Pumpbewegungen des Körpers vorwärts – im Idealfall ohne zu treten. Fittere überspringen die Doppelwellen oder fahren in die Wave, eine Kurve, die im rechten Winkel durchfahren wird. Wer es etwas heftiger will, der kann sich auf der Dirtline in die Tiefe stürzen, über den „Tables“ waghalsige Sprünge üben. Auf der Flowline sind alle richtig, die den direkten Vergleich lieben – und sich mit einem anderen Biker messen wollen.

Technik verbessern

Vergangenes Jahr haben die Biker den Parcours erweitert, nun ist die Sektion „Trial und Skill“ dazugekommen. Hier können Fahrer mit speziellen Rädern ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Außerdem können Biker, die gern im alpinen Gelände unterwegs sind, hier ihre Technik verbessern. Sie fahren beispielsweise über Baumstämme und üben im „idealen Gelände“ Spitzkehren zu fahren.

„Es macht einfach Spaß“, sagt Hannah Bernhard, die jeden Donnerstag im Pumptrack und beim Springen ins Schwitzen kommt. Die 14-Jährige lernt im Training auf der Bahn viel, was sie im freien Gelände brauchen kann. Und sie bunkert Kondition. Auch wenn es spielerisch leicht aussieht, wenn die Biker über die Bahn heizen: „Das ist schon anstrengend“, sagt Hannah. Im Pumptrack komme der Puls schon mal auf 200, bestätigt Boos. Aber auch Koordination und Geschicklichkeit werden im Bikepark geübt. Boos: „Hier ist der ganze Körper gefragt.“

Der Bikepark des DAV in der Bregenzer Straße 177 ist für eine Stunden- oder Tagesgebühr (ein Euro, bzw. drei Euro) für alle BMX- und Mountainbikern ab zwölf Jahren offen. Eine Mitgliedschaft im DAV ist nicht Voraussetzung. Kinder unter 12 Jahre dürfen nur unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten fahren. Bezahlt wird gegen Vertrauen: Es steht eine kleine Kasse am Eingang des Sputnik-Parks. Es wird stichprobenartig kontrolliert. Die Jahreskarte kostet 30 Euro. Fahrradhelm und ein funktionstüchtiges Bike sind Pflicht. Der DAV empfiehlt zudem Schoner für Ellbogen und Schienbein sowie Flatpedale. Der Bikepark ist von 6 bis 22 Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag nur bis 18 Uhr. Zwölf bis 16-Jährige brauchen für die Teilnahme am Training die Einverständniserklärung der Eltern. Bei Regen und nassem Boden ist der Park gesperrt.

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