Im Bregenzerwald ist möglicherweise ein Wolf unterwegs

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Wolf
Ist im Grenzgebiet zwischen Vorarlberg und dem Allgäu ein Wolf (Symbolfoto) unterwegs? Ein entsprechender Verdacht hat sich nun erhärtet. (Foto: Carsten Rehder)
Schwäbische Zeitung

Im Grenzgebiet zwischen dem Vorderen Bregenzerwald und dem Allgäu könnte ein Wolf unterwegs sein. Mit einem entsprechenden Verdacht hat sich nun der Vorarlberger Landeswildökologe Hubert Schatz an die Öffentlichkeit gewandt.

Vor rund zwei Wochen sei aus einem Rotwildgehege in der Gemeinde Egg der Riss einer Hirschkuh gemeldet worden, teilte Schatz mit. Am vergangenen Freitag habe ein Jagdaufseher im Gemeindegebiet von Sibratsgfäll zudem den frischen Kadaver einer Rehgeiß entdeckt.

In beiden Fällen geht Schatz nach einer eingehenden Untersuchung davon aus, dass die Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Wolf gerissen wurden. Klarheit soll nun eine DNA-Analyse im Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien bringen.

In den Wochen vor den Funden hätten Jäger in dem Gebiet bereits mehrfach Spuren im Schnee entdeckt, die auf einen Wolf hindeuteten, teilte Schatz weiter mit. Es sei zu vermuten, dass sich dieser Wolf bevorzugt im Großraum Sibratsgfäll-Hittisau-Balderschwang-Hirschgunttal aufhält.

Aus dem Vorjahr liegen demnach bereits zwei genetisch bestätigte Risse aus Hittisau und Schönebach vor. Zudem habe ein Jäger aus Hittisau das Bild eines Wolfes, welches mit Hilfe einer Wildkamera im vergangenen Herbst gelungen ist, übermittelt. Die Behörden gehen davon aus, das es sich um ein Einzeltier handelt. Konkrete Aussagen könnten aber erst nach Abschluss DNA-Analysen gemacht werden.  

Eine Gefahr für Nutztiere sieht der Wildökologe derzeit nicht, da diese derzeit im Stall gehalten werden. Auch für Menschen sei wegen des mutmaßlichen Wolfvorkommens von keiner erhöhten Gefahr auszugehen, so Schatz.

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