Illegaler Aufenthalt und Fahndungstreffer der Grenzpolizei Lindau

Die Grenzpolizei ist im Einsatz.
Die Grenzpolizei ist im Einsatz. (Foto: Archiv: cf)
Lindauer Zeitung

Fahnder der Lindauer Grenzpolizei haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag routinemäßig die Fernbusverbindungen nach Italien überprüft. Dabei stellten sie bei zwei Fahrgästen ausländerrechtliche Verstöße fest, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Außerdem ging den Fahndern ein 47-Jähriger in die Fänge, gegen den ein Haftbefehl vorlag.

In einem Fall hatte sich eine 22-jährige Albanerin nachweislich für ein Jahr im Bundesgebiet bei einem Bekannten aufgehalten. Als Touristin hätte sie nach maximal 90 Tagen das Territorium der Schengener Mitgliedsstaaten verlassen müssen. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts ein. Sie musste sie eine Sicherheitsleistung hinterlegen, heißt es weiter in dem Bericht.

Im zweiten Fall handelte es sich ebenfalls um einen albanischen Staatsangehörigen. Dieser hat seinen rechtmäßigen Aufenthalt jedoch in Italien und konnte hierüber lediglich einen abgelaufenen Aufenthaltstitel vorlegen. Wegen dieses illegalen Aufenthalts hatte er schon eine Ausreiseaufforderung der Stadt Wuppertal erhalten. In beiden Fällen konnten die Beschuldigten nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen ihre Fahrt Richtung Italien fortsetzen.

Am Sonntagvormittag, nur einige Stunden später, kontrollierten die Grenzpolizisten dann einen weiteren Fernreisebus. Bei der Überprüfung eines 47-Jährigen stellten sie einen Haftbefehl zur Strafvollstreckung fest. Der Mann wurde 2015 durch ein Urteil des Amtsgerichtes München zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen wegen eines Körperverletzungsdelikts verurteilt. Nachdem der Verurteilte die geforderte Geldstrafe in Raten zum Teil abzahlte, stellte er die Zahlungen 2017 eigenständig wieder ein. Seitdem bestand der nun vollstreckte Haftbefehl gegen den Mann. Nach einigen Stunden zahlte der Mann die geforderte Restsumme ein. Gegen Mittag setzten die Beamten den Festgenommenen wieder auf freien Fuß, heißt es abschließend in dem Bericht.

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