IHK Schwaben schützt Unternehmen vor Netzattacken

 Symbolbild
Symbolbild (Foto: Oliver Berg)
Lindauer Zeitung

Cyber-Angriffe werden zur zunehmenden Gefahr für die Wirtschaft – auch in Bayerisch-Schwaben. Laut einer Umfrage der IHK Schwaben war bereits 2019 jedes dritte Unternehmen Opfer von Hackern geworden.

„Die Täter haben es nicht nur auf große Konzerne abgesehen“, sagt IHK-Digitalisierungsexpertin Anna Kilger. „Immer häufiger trifft es auch kleine und mittlere Unternehmen, für die es vielfach deutlich schwieriger ist, sich zu schützen.“ Für diese Unternehmen hat die IHK Schwaben nun zusätzliche Angebote parat.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen von deutschlandweit 35 Standorten der Transferstelle für IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM) bei der IHK Schwaben angesiedelt und gleichzeitig ein neues digitales Tool auf den Markt gebracht: den Sec-O-Mat. Er steht auch den bayerisch-schwäbischen Unternehmen zur Verfügung.

Sie können mithilfe der Anwendung individuelle Schwachstellen bei der IT-Sicherheit identifizieren und erhalten konkrete Handlungsempfehlungen, wie sich die Defizite beheben lassen. „Gerade für kleine Betriebe, in denen IT-Expertise nicht immer zur Verfügung steht oder teuer eingekauft werden muss, ist es enorm wichtig, dass rechtzeitig Schwachstellen identifiziert und beseitigt werden. Dabei kann der Sec-O-Mat helfen“, sagt Anna Kilger.

Know-How der Mitarbeiter ist gefragt

IT-Sicherheit ist längst kein Nischenthema in den Betrieben mehr. Laut der IHK-Umfrage halten 85 Prozent der Unternehmen Cyberangriffe für eine relevante Gefahr. Dabei spielen nicht nur technische Aspekte eine Rolle. 72 Prozent der befragten Unternehmen erklärten, dass fehlendes Know-how der Mitarbeiter das größte Risiko darstelle.

Ein unachtsamer Klick, ein unbedacht geöffneter Anhang – schon ist es passiert. Genau hier setzte die IHK Schwaben frühzeitig an. Mit dem kostenlosen Cyber-Security-Awareness-Test bietet sie Unternehmen die Möglichkeit, das Wissen ihrer Mitarbeiter in Sachen IT-Sicherheit zu testen und durch gezielte Trainings weiter zu verbessern.

Bereits 3500 Mitarbeiter aus 150 Unternehmen haben davon profitiert. So wie die Scherr+Klimke AG aus Neu-Ulm. „Steigende Möglichkeiten im Bereich IT bringen auch immer mehr Gefahren mit sich. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld ist es daher für jeden äußerst wichtig, betrügerische Fallen zu erkennen und ein Gefühl für die IT-Sicherheit zu bekommen“, sagt deren IT-Experte Dennis Pfaff. „Der Cyber-Security-Awareness-Test hilft dabei, auch die menschliche Firewall zu aktivieren.“

Der Sec-O-Mat kann noch mehr

Die nun neu gestartete Anwendung ist die ideale Ergänzung zu diesem Test. Denn der Sec-O-Mat liefert zusätzlich auch Hinweise auf technische Optimierungsmöglichkeiten. „So können wir gerade kleinere und mittlere Unternehmen auch ohne eigene IT-Abteilung umfassend beraten“, sagt IHK-Expertin Anna Kilger. Sie fungiert auch als regionale Ansprechpartnerin der Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand.

Das neue Tool ist abrufbar unter www.sec-o-mat.de. Informationen zum Cyber-Security-Awareness-Test gibt es unter schwaben.ihk.de, Nr. 4828024.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Im Internet ist ein 3-D-Modell zu dem Baugebiet zu sehen.

In Jettenhausen entsteht Wohnraum für etwa 1100 Menschen

Bürgerbeteiligung via Live-Stream im Internet – dass das funktioniert, hat die Stadt am Donnerstag zum Thema „Jettenhauser Esch“ bewiesen. Platz für rund 1100 neue Einwohner von Jettenhausen soll hier entstehen. Das Siedlungswerk plant auf knapp 49 000 Quadratmetern zwölf Doppelhäuser, vier Kettenhäuser (Reihenhausform) sowie Wohnungen in insgesamt 25 Mehrfamilienhäusern. Dazu kommen ein neuer Einkaufsmarkt sowie eine Kindertagesstätte und einzelne Gewerbeeinheiten.

Depression - Symptome bei Kindern und Teenagern

So wirkt sich die Corona-Pandemie auf unsere Psyche aus

Jürgen Kräutter ist seit Jahresbeginn Chefarzt der Vincera-Klinik im Kurgebiet von Bad Waldsee. Seine Behandlungsschwerpunkte reichen von Burnout, Depression und Ängsten über somatoforme Störungen bis hin zu Traumafolgestörungen.

Nicht nur in Corona-Zeiten sind von diesen psychischen Erkrankungen viele Menschen betroffen und suchen stationäre Hilfe. Für die SZ sprach Sabine Ziegler mit dem promovierten Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie sowie mit Berthold Müller, einem der beiden Klinik-Geschäftsführer.

Mehr Themen