Hundertwasser würde staunen

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 Die Gewinner des Kindermalwettbewerbs erhalten im Foyer der Sparkasse Lindau ihre Preise.
Die Gewinner des Kindermalwettbewerbs erhalten im Foyer der Sparkasse Lindau ihre Preise. (Foto: Denise Tatavitto)
Denise Tatavitto

Die Sieger des alljährlichen Kinderkunstwettbewerbs stehen fest. Wie jedes Jahr haben die jungen Künstler im Foyer der Sparkasse Lindau tolle Preise für ihre Bilder und Modelle zum Thema „Mein grünes Zuhause - Über den Dächern von Lindau“ erhalten.

Gegen 17.15 Uhr begann sich das Foyer der Sparkasse zu füllen. Nicht, weil so viele Menschen plötzlich Geld abheben wollten, sondern wegen der Siegerehrung des diesjährigen Kinderkunstwettbewerbs. Auf mehreren Moderationswänden hatten die Sparkasse und das Kulturamt die Kunstwerke der Fünf- bis Vierzehnjährigen ausgestellt. Die Jungen und Mädchen suchten vor Beginn der Ehrung ihr eigenes Bild, um es stolz ihren Eltern und Geschwistern zu zeigen.

„Hundertwasser würde schwer staunen, wenn er diese Ausstellung sehen würde“, sagte die Vorsitzende der Peter-Dornier-Stiftung Maja Dornier, als sie die Werke gesehen hatte. Nicht nur Schulen aus Lindau beteiligten sich an dem Wettbewerb, auch Schulklassen aus Markdort und Lindenberg reichten ihre Bilder im Kulturamt Lindau ein. Rainer Hartmann von der Sparkasse freute sich, dass „das Format Kindern Kunst nahe zu bringen“ so erfolgreich sei. Es sei das erste Jahr gewesen, in dem sogar Schulen aus Markdorf am Wettbewerb teilgenoimmen haben. Als alle Familien eingetroffen waren, begann die Siegerehrung, moderiert von Pia Mayer, der Hauptverantwortlichen des Wettbewerbs, und Maja Dornier, welche „hin und weg“ war von den Gemälden und Modellen der jungen Künstler.

Die Kinder erhielten unter anderem Malkoffer, Minigewächshäuser und Zimmerpflanzen sowie eine Urkunde für ihre Teilnahme. Da alle an diesem Abend Gewinner sein sollten, erhielten alle Teilnehmer, die keinen der ersten drei Plätze erreicht hatten, einen Trostpreis.

In der Kategorie Kindergarten war nur der Lindauer Kindergarten Betlehem vertreten und gewann somit den ersten Platz. Die ersten beiden Preise der Kategorie Grundschule gingen an das benachbarte Baden-Württemberg, dort belegten Mara Manger von der Grundschule Markdorf den ersten, und die Drittklässlerin Nejla Mustic von der Grundschule Leimbach den zweiten Platz. Die Freie Schule Lindau holte sich mit Amelies detailreicher Zeichnung den dritten Platz. Bei den weiterführenden Schulen gewannen gleich zwei Schüler aus der Antonio-Huber-Schule in Lindenberg. So gewann Achmad Borisksahi aus Lindenberg den ersten Platz. Der zweite Platz blieb in Lindau, und ging an die Klasse 5a der Mittelschule Lindau-Reutin an das Werk von Batu Semeret. Den dritten Platz belegte Lion Schröder aus der selben Klasse wie der Erstplatzierte.

Die Kinder hatten außerdem die Möglichkeit Einzelsendungen an das Kulturamt zu schicken. Dabei gingen Silas Eisenacher (Platz 1), Carolina Ergenschäfter (Platz 2) und Tim Hechelmann (Platz 3) als Sieger hevor.

Der Sonderpreis wurde in diesem Jahr an das detailreiche Modell namens „Rathaus à la Hundertwasser“ von Markus Neumaier vergeben, für das er sich sichtlich viel Mühe gegeben hat. Des Weiteren gewann die Klasse 2c der Grundschule Lindau-Reutin einen Preis für ihr gemeinsames Werk, welches sich aus vielen einzelnen Bildern zusammensetzt.

Insgesamt erreichten circa 250 Bilder und elf Modelle aus 22 Schulen und einem Kindergarten sowie zwölf Einzelsendungen das Kulturamt. Der Kinderkunstwettbewerb fand dieses Jahr im Rahmen der Hundertwasser-Ausstellung im Lindauer Stadtmuseum statt und wurde organisiert vom Kulturamt Lindau, der Peter-Dornier-Stiftung, der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim und der Lindauer Zeitung.

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