Hospizverein heißt sieben neue Sterbebegleiter willkommen

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 Sabine Nußbaum, Günter Metzen, Andrea Nonnast und Hedy Hard sind vier von insgesamt sieben neuen ehrenamtlichen Hospizhelfern,
Sabine Nußbaum, Günter Metzen, Andrea Nonnast und Hedy Hard sind vier von insgesamt sieben neuen ehrenamtlichen Hospizhelfern, denen Koordinatorin Susanne Brillisauer (Zweite von links) und Vorsitzende Maja Dornier (Fünfte von links) im Rahmen des Neujahrsempfangs ihr Zertifikat überreicht haben. Bettina Riesner, Günzel Gülder und Katrin Bopp-Elgün sind nicht auf dem Foto. (Foto: isa)
Isabel de Placido

Zum dritten Mal hat der „Besuchsdienst für Kranke und Sterbende Lindau Westallgäu“ das neue Jahr für seine Mitarbeiter, Freunde und Förderer mit einer kleinen Besonderheit beginnen lassen. Dabei diente der Neujahrsempfang nicht nur dafür allen in einem festlichen Rahmen „danke“ zu sagen, sondern war auch eine gute Gelegenheit, um sieben neue Ehrenamtliche feierlich und ganz offiziell in den Kreis der Helfenden aufzunehmen.

„Lassen Sie uns auf das alte Jahr anstoßen, das erfolgreich war, weil wir viele Menschen begleitet haben“, sagte Gastgeberin Maja Dornier, die sowohl Vorsitzende der ambulanten Hospizgruppe „Besuchsdienst für Kranke und Sterbende Lindau Westallgäu“ und des „Hospizzentrum Haus Brög zum Engel Lindau“ ist und hob ihr Sektglas, um mit den gut 30 Ehrenamtlichen, Hospitzlern, Freunden und Unterstützern auf das vergangene wie auch auf das neue Jahr anzustoßen.

In ihrer Rede dankte sie den ehrenamtlichen Helfern für deren „wunderbare Arbeit“ und auch dafür, dass sie auf vielfältige Art und Weise die Arbeit der hauptamtlichen Kräfte im Hospiz unterstützt haben. „Sie haben durch Ihren selbstlosen Einsatz die hospizliche Betreuung der schwerkranken und sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen mit ermöglicht“, sagte Maja Dornier und erklärte: „Sie haben diese Menschen begleitet mit Offenheit für ihre Nöte, haben sie aufgeheitert, Ihnen zugehört, sie getröstet, auch ohne Worte durch liebevolles Dabeisein und Mitausharren.“ Was umso mehr eine Herausforderung gewesen sei, weil das Hospiz seit einigen Wochen einen personellen Engpass habe und händeringend nach gutem, hauptamtlichem Pflegepersonal suche.

Darüber hinaus dankte Maja Dornier sowohl den Koordinatorinnen als auch jenen Helfern, die bei aller Fürsorge um die Sterbenden auch um deren Angehörige gekümmert haben und ihnen eine Stütze waren. Etwa, weil sie sie am Krankenbett abgelöst und ihnen dadurch Freiräume ermöglich haben, indem sie Ansprechpartner waren und ihnen durch Zuspruch und Anwesenheit Zuversicht zum Durchhalten gegeben haben.

„Ihnen allen möchte ich von Herzen danken für den unbezahlbaren Dienst, den Sie für unsere Gesellschaft geleistet haben und leisten und für die Würde bis ans Lebensende, die Sie damit aufrecht erhalten“, sagte Dornier.

Besonders freute sich die Vorsitzende sieben neue Sterbebegleiter im Kreise der Hospizfamilie willkommen zu heißen und ihnen im festlichen Rahmen des Neujahrsempfang ihre Zertifikate auszuhändigen.

Die neuen Ehrenamtlichen hatten in einem Zeitraum von zwei Jahren an verschiedenen Grund- und Aufbauseminiaren zu den Themen Tod und Sterben, Hospizbewegung und Palliative Care teilgenommen. Zudem haben sie ein 40 stündiges Praktikum im Hospiz absolviert. „Ich freue mich sehr“, sagte Maja Dornier und überreichte die Zertifikate, bevor der Abend in seinem lockeren Rahmen bei Sekt, Canapés und guten Gesprächen ausklang.

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