Hoher Seepegel: Wasser dringt in Inselhalle und Parkhaus

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Lindauer Zeitung

Der hohe Pegel des Bodensees hatte für die Inselhalle und das Parkhaus Folgen. Im Untergeschoss des Parkhauses und der Inselhalle ist Wasser eingedrungen. Allerdings können die Verantwortlichen weitgehend Entwarnung geben. Das gibt die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt.

„Der Betrieb in der Inselhalle ist nicht beeinträchtigt“, sagt Carsten Holz, Geschäftsführer der Lindauer Tourismus und Kongress GmbH. Zwar sei im Keller „leichter Wassereintrag feststellbar“, doch dieser sei für den Betrieb der Halle nicht gravierend.

Derzeit suchten Experten nach den Gründen. Vermutlich gebe es undichte Stellen in der so genannten weißen Wanne. Nach Auskunft von Pressesprecher Jürgen Widmer laufen noch „geringe Mengen Wasser nach“. „Das Wasser kann aber mit Pumpen und Bodeneinläufen beseitigt werden, und die Räume werden jeweils getrocknet“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die nicht sauber verpressten Stellen konnten einfach und schnell abgedichtet werden.

Georg Speth, Leiter des Stadtbauamts

Gravierender war der kurzzeitige Wassereintrag im Untergeschoss des Parkhauses. Schwerpunkt war hier laut Widmer vor etwa zehn Tagen. Das Untergeschoss musste kurzzeitig gesperrt werden, bis die Schadstellen im nordöstlichen Teil hinter Treppenwangen eindeutig festgestellt werden konnten.

„Die nicht sauber verpressten Stellen konnten einfach und schnell abgedichtet werden. Nach dem Rückgang des Seehochstandes werden diese Stellen dann endgültig ausgefräst und dauerhaft verpresst, sagt der Leiter des Stadtbauamts, Georg Speth.

Planer und Firmen sind bei der Ursachenbehebung und müssen hier schnell nachbessern.

Georg Speth, Leiter des Stadtbauamts

Er sieht in beiden Fällen die ausführenden Firmen in der Pflicht. „Ich gehe davon aus, dass beide Schäden Gewährleistungsfälle sind und über Versicherungen abgedeckt sind“, sagt er: „Planer und Firmen sind bei der Ursachenbehebung und müssen hier schnell nachbessern.“

Zwar sind sowohl Speth als auch Holz über die Komplikationen alles andere als begeistert, doch einen positiven Aspekt sehen sie: „Hätten wir einen entsprechend hohen Seepegel erst in ein paar Jahren gehabt, dann wäre die Gewährleistung abgelaufen gewesen.“

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