Hier sind die Lindauer Narren im Jahr 2019 unterwegs.

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 Die Moschtköpfe machen Lindau am Fasnetssonntag unsicher.
Die Moschtköpfe machen Lindau am Fasnetssonntag unsicher. (Foto: Herp)
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Der vergangene Sonntag war für viele Narren in Lindau und Umgebung der Auftakt zum Fasnetsjahr 2019. Sie ziehen ihre Masken wieder hervor, stauben ihr Häs ab und pusten die Tuba einmal ordentlich durch. Hexen, Hästräger und Musikanten bereiten sich auf Umzüge und Narrenbälle vor. Sie haben eine ungewöhnlich lange Saison vor sich. Der Aschermittwoch ist dieses Jahr erst am 6. März. Es stehen also zwei Monate närrisches Treiben an. Fünf Umzüge und zahlreiche Narrenbälle sind in Lindau und den umliegenden Gemeinden geplant.

Den Anfang macht wie immer Neuravensburg. Bereits am kommenden Wochenende springen in der Gemeinde kurz hinter der Grenze zu Baden-Württemberg die Narren mit den Bärenmasken los. Der Narrensprung in Neuravensburg startet am Samstag, 12. Januar, um 13.30 Uhr.

Höhepunkt im März

Die Narrenzunft Lindau hat da gerade so ihr Häs abgestaubt. Das tut sie immer erst am Freitag nach dem Dreikönigstag am Alten Rathaus. Dann verkünden Büttel und Narrenvater die Fasnacht und rufen die Masken zu erscheinen. Die vier Narrengruppen und die Musikanten der Lindauer Narrenzunft haben bis zum närrischen Höhepunkt in Lindau aber noch genug Zeit. Erst am 3. März um 14.01 Uhr springen Moschtköpfe, Binsengeister und alle anderen am Lindauer Seehafen los. Zuvor wird am Gumpigen Donnerstag, dieses Jahr der 28. Februar, das Lindauer Rathaus gestürmt und der Narrenbaum aufgestellt. Einen Narrenball gibt die Zunft in diesem Jahr nicht, stattdessen wieder das Starkbierfest mit den Paddocks am 6. April.

In den Lindauer Gemeinden sind zwar die Rathäuser ebenfalls bis zum Fasnets-Höhepunkt sicher, die Narrensprünge finden aber deutlich früher statt. Bereits am 26. Januar zieht in Wasserburg der Umzug der Feuerhexen ab 14 Uhr vom Bahnhof quer durch den Ortskern ans Aquamarin. Die Besonderheit der Feuerhexen-Umzüge ist die Figur des Scharfrichters.

Hergensweiler Umzug setzt aus

Hoch her geht es im Lindauer Umland dann am letzten Februar- Wochenende. Zuerst rufen am Samstag, 23. Februar, um 14.30 Uhr die Schönauer Hexen zum Dämmersprung in Oberreitnau. Der Dämmersprung findet immer in zweijährigem Turnus im Wechsel mit dem Hergensweiler Laternensprung statt. Der Hergensweiler Umzug setzt deshalb dieses Jahr aus, ihn gibt es erst 2020 wieder. Aus dem gleichen Grund gibt es dieses Jahr auch keine Wagenfasnet in Nonnenhorn. Hier übernimmt in diesem Jahr turnusgemäß der Umzug der Haidachgeister in Kressbronn. Der Kressbronner Narrensprung startet am Sonntag, 24. Februar um 14 Uhr.

In Weißensberg ziehen am Abend des 28. Februar die Hemedglonker durch den Ort zur Party in der Festhalle. Während der Umzüge müssen Autofahrer, Fußgänger und andere Nicht-Narren in den entsprechenden Orten mit Sperrungen rechnen.

Jubiläum bei den Trommlern

Narrenbälle veranstalten auch die Schönauer Hexen und die Wasserburger Feuerhexen dieses Jahr nicht. In Nonnenhorn findet aber am 9. Februar die Fasnetswelt des Narrenvereins im Stedi statt. In Hergensweiler steigt einen Tag vorher, am 8. Februar, der Lätscheball in der Leiblachhalle.

Eine besondere Fasnet ist 2019 für den Trommlerzug Lindau-Aeschach. Der hat sein 100-jähriges Jubiläum. Das feiert er nicht nur bei den Umzügen in Wasserburg, Oberreitnau und Lindau. Eine Jubiläumsparty steigt mit dem Trommlerball am 2. Februar in der Coca-Cola-Halle. Zur Finanzierung des Jubiläums haben sich einige Mitglieder des Trommlerzugs für die dritte Ausgabe des vereinseigenen Aktkalenders nackt ablichten lassen.

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