Heimauftakt gegen die Wundertüte

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Heiß umkämpft und lange Zeit offen war die letzte Hauptrundenpartie, das Derby zwischen den Memminger Indians und den Lindauer I
Heiß umkämpft und lange Zeit offen war die letzte Hauptrundenpartie, das Derby zwischen den Memminger Indians und den Lindauer Islanders am Dienstag. Jetzt gilt der Blick der Meisterrunde. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Es gibt keine Verschnaufpause für die Lindau Islanders: Nachdem das Eishockeyteam am Dienstagabend beim Derby gegen die ECDC Memmingen Indians mit einer 3:5-Niederlage als Achter die Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd beendete, stehen am kommenden Wochenende schon die beiden ersten Spiele der Meisterrunde auf dem Programm. Hierfür gastieren die Islanders am Freitag (19.30 Uhr/Sprade.tv) bei den Starbulls Rosenheim. Der erste Gegner der Lindauer in der heimischen Lindauer Eissportarena am Bodensee am Sonntag (18 Uhr) ist der EC Peiting.

„Wir haben unser Hauptziel, den Klassenerhalt, erreicht. Nun können wir uns neue Ziele setzen. Uns erwarten jetzt 18 hochintensive Spiele gegen die Topteams der Liga, in denen wir ohne Druck das Bestmögliche erreichen und unsere Fans begeistern wollen“, wird EVL-Präsident Marc Hindelang in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Wichtig ist aber vor allem, dass unsere jungen Spieler jetzt mehr Spielpraxis sammeln können. Perspektivisch ist das im Hinblick auf die neue Saison jetzt schon ganz wichtig. Für mich ist das sogar wichtiger als manches Resultat.“

„Was jetzt kommt, ist eine Zugabe“

Vor allem der Auftakt der Meisterrunde am Freitagabend bei den Starbulls Rosenheim dürfte für die EV Lindau Islanders ein hartes Stück Arbeit bedeuten, heißt es weiter. Die Oberbayern hatten zuletzt einen sehr guten Lauf, gewannen acht ihrer neun Hauptrundenspiele, kletterten in der Tabelle stetig nach oben und hatten am Dienstag sogar die Chance, im abschließenden Duell den bisherigen Tabellenzweiten Deggendorfer SC zu überrunden. Zwar mussten sich die Rosenheimer am Ende mit 4:7 geschlagen geben. Doch aufgrund ihres stark besetzten Kaders zählen die Starbulls für die anstehende Meisterrunde klar zu den Topfavoriten auf einen der ganz vorderen Ränge.

Vor der dritten Begegnung der beiden Oberligisten steht es unentschieden: Nach einer 1:5-Niederlage konnte Lindau die Oberbayern Ende November mit 3:2 besiegen. Definitiv am kommenden Wochenende fehlen wird auf Lindauer Seite Kai Laux, der erst auf absehbare Zeit wieder ins Training einsteigen kann, wie Lindaus Sportlicher Leiter Sascha Paul berichtet. Wann EVL-Stürmer Jan Hammerbauer, der aktuell an einer Oberkörperverletzung laboriert, wieder eingesetzt werden kann, ist ebenfalls fraglich. „Wir gehen davon aus, dass die endgültige Prognose Ende der Woche vorliegt“, so Paul.

Beim Heimspiel am Sonntag (18 Uhr) empfangen die EV Lindau Islanders den EC Peiting. Die Gäste aus Oberbayern starten vom siebten Tabellenplatz in die Meisterrunde und weisen als Tabellennachbar der Islanders aktuell sechs Punkte mehr auf. Ausgeglichen verliefen die Duelle beider Kontrahenten kurz vor Weihnachten: Einem knappen 3:2-Erfolg zum Auftakt des Wochenendes vor Heiligabend folgte zwei Tage später ein 3:7 in Peiting. Als Wundertüte entpuppte sich die Mannschaft von Headcoach Sebastian Buchwieser bei ihren fünf Siegen, aber auch fünf Niederlagen in den vergangenen Wochen. In den Reihen der Oberbayern führt Kontingentspieler Nardo Nagtzaam mit 49 Punkten (14 Tore, 35 Vorlagen) unangefochten die Scorerwertung an.

„Alles, was jetzt kommt, ist eine Zugabe. Wenn die Mannschaft ihr Potenzial ausspielt, dann wird sie noch einige Favoriten ärgern. Und wir als Verein können jetzt schon an die Planung der Mannschaft für die neue Saison denken“, sagt Bernd Wucher, erster Vorsitzender der EV Lindau Islanders mit Blick auf die anstehende Meisterrunde.

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