Heimatpfleger fordern: Treibholzlagerplatz soll ins Gewerbegebiet

 Die Seekuh holt das Treibholz aus dem Wasser. Dann muss es gelagert werden, das soll bald an der Bösenreutiner Steig geschehen.
Die Seekuh holt das Treibholz aus dem Wasser. Dann muss es gelagert werden, das soll bald an der Bösenreutiner Steig geschehen. (Foto: Christian Flemming)
Lindauer Zeitung

Die Heimatpfleger von Stadt und Kreis lehnen den geplanten Treibholzlagerplatz an der Bösenreutiner Steig ab. In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären sie ihre Gründe.

Wenn eine staatliche Umweltbehörde wie das Wasserwirtschaftsamt für einen Lagerplatz 4000 Quadratmeter Wald roden wolle, sei das ein „fatales Signal“, heißt es in der Pressemitteilung. Kreisheimatpfleger Karlheinz Keck und Stadtheimatpfleger Uli Kaiser erinnern daran, dass die Stadt im vergangenen Jahr aus Gründen des Klimaschutzes beschlossen habe, 50 bis 100 zusätzliche Bäume im Jahr zu pflanzen.

„Wenn aber die selbe Stadt es genehmigt, mehrere hundert Bäume für einen schlichten Lagerplatz zu fällen, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass die Kommunalpolitik Lindaus nicht mehr ernst genommen wird“, heißt es in der Mitteilung.

Welche Alternative sie vorschlagen

Als Alternative zu der vorgeschlagenen Fläche schlagen sie eine im Gewerbegebiet vor. „In der Auenstraße, östlich vom Gebäude des TÜV, besitzt der Bund eine bereits versiegelte Fläche, die zur Zeit brach liegt.“ Sie liege in einem Gewerbegebiet und sei erschlossen. Um den Verkehr im Heuriedweg zu entlasten, könnte die Fläche auch über die ehemalige Bahntrasse von der Bregenzer Straße aus erschlossen werden, schlagen sie vor.

Dadurch würden die „unsinnigen Fahrten“ mit dem Treibholz durch die Stadt entfallen und die Ortszufahrt nach Bösenreutin, die schon durch die Müllumladestation belastet sei, müsste „nicht zum seelenlosen Gewerbegebiet verkommen“.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Persönliche Vorschläge für Sie