Handball: Rote Teufel gleichen aus

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 Die Handballer des österreichischen Erstligisten HC Hard können am Samstag ins Play-off-Halbfinale einziehen.
Die Handballer des österreichischen Erstligisten HC Hard können am Samstag ins Play-off-Halbfinale einziehen. (Foto: ALPLA HC Hard/Alexandra Köß)
Lindauer Zeitung

Im zweiten Viertelfinalspiel der ersten österreichischen Handball-Bundesliga hat sich der HC Hard eindrucksvoll für die unnötige Auftaktniederlage in der Sporthalle am See revanchiert. Mit einen 25:18-Auswärtssieg (13:9) in Schwaz stellen die Vorarlberger in der Best-of-Three-Serie auf 1:1. Im Entscheidungsspiel am kommenden Samstag (19 Uhr, Sporthalle am See) wird definitiv das Halbfinalticket vergeben.

In der vollbesetzten Osthalle liefen beide Teams in Bestbesetzung auf. Topmotiviert und mit einer geballten Ladung Wut im Bauch starteten die Roten Teufel vom Bodensee nach der 17:19-Heimniederlage am Samstag in die zweite Viertelfinalpartie in Schwaz.

Hohes Spieltempo

Jeder erkämpfte Ball wurde von der Mannschaft frenetisch gefeiert. Linksaußen Luca Raschle sorgte gleich für zwei schnelle Tore. Beide Teams drückten von Anpfiff an mächtig aufs Tempo (3:3/6. Minute). Bei den Tirolern brillierte wie im Hinspiel Goalie Jost Perovnik. Aber auch „Hexer“ Golub Doknic stand dem Slowenen um nichts nach. Zudem standen die über 100 mitgereisten Fans wie eine rote Wand hinter ihrem Team.

Im offenen Schlagabtausch stand es Mitte der ersten Halbzeit 6:5 für die Gäste aus dem Ländle. Schwaz-Coach Frank Bergemann zückte zum ersten Mal den grünen Karton. Gerald Zeiner legte zum 7:5 nach. Die Harder Defensive stand bombensicher, die Hausherren bekamen zunehmend Probleme. Von der Siebenmeterline baute der Harder Spielmacher den Vorsprung auf drei Tore aus (9:6 /20.).

Immer wieder fischte die Harder Abwehr Bälle heraus. Nach 25 Minuten hatte Schwaz-Legionär Alexander Pyshkin Riesenglück, als er nach einer rüden Attacke an Boris Zivkovic mit einer Zwei-Minuten-Strafe glimpflich davonkam.

„Es war heute nicht unser Tag. Sebastian Spendier wollte nach seiner Sprunggelenksverletzung unbedingt spielen, aber Mitte der ersten Halbzeit ging bei ihm nichts mehr. Wir sind früh in Rückstand geraten und haben viele technische Fehler gemacht. Hard war die routinierte Mannschaft“, sagte Frank Bergemann, Chefcoach der Silberstiere.

Tiroler zeigen Nerven

Die Körpersprache der Roten Teufel sagte dagegen alles. Nach bärenstarken 30 Minuten verabschiedeten sich die Vorarlberger mit einer 13:9-Führung in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff baute Hard den Vorsprung auf sieben Tore aus (17:10/36.). Diesmal lagen die Nerven bei den Tirolern blank, etliche Härteeinlagen folgten. Nach 38 Minuten humpelte Boris Zivkovic vom Feld. Luca Raschle ließ sich nicht anstecken, legte trocken zwei Mal hintereinander zum 19:10 ab. Ivan Horvat landete einen Kracher zum 20:10.

Mit einem 7:1-Lauf in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit war die Partie frühzeitig zugunsten der Harder entschieden. Die Tiroler setzen noch einmal alles auf eine Karte und ließen nicht locker. Doch die Schützlinge von Cheftrainer Klaus Gärtner kontrollierten auch mit einer etwas niedrigeren Drehzahl die Partie locker.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eine überragende Abwehrleistung geboten. Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Aber wir sind noch nicht durch. Das müssen meine Jungs jetzt kapieren“, so Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner.

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