Halberkamp fordert Stelle für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt

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 OB-Kandidatin Claudia Halberkamp.
OB-Kandidatin Claudia Halberkamp. (Foto: Julia Baumann)
Lindauer Zeitung

Die OB-Kandidatin Claudia Halberkamp will die Bürgerbeteiligung in Lindau ausbauen und das Ehrenamt stützen. Sie fordert dafür bei der Stadt eine eigene Stelle.

„Als regelmäßige Teilnehmerin an den Bürgerwerften und Projektschmieden durfte ich erfahren, dass es in Lindau eine Vielzahl aktiver und konstruktiver Bürgerinnen und Bürger gibt“, schreibt Halberkamp in einer Pressemitteilung. Die Impulse dieser Bürger seien wertvoll für die Stadt. Ein hauptamtlich Beauftragter für Bürgerbeteiligung könne diese aufnehmen in die politischen Gremien mit einbringen. „Bislang engagieren sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung zusätzlich zu ihren zentralen Aufgabengebieten für diese Themen. Dies ist für diese oft nur schwer leistbar und wird letztendlich dem Stellenwert, den bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt hat, nicht gerecht“, schreibt Halberkamp weiter. Die hauptamtliche Stelle ermögliche eine frühzeitige Einbindung der Bürger. Sie könne außerdem als Brücke zu Behörden und Trägern fungieren.

„Wir sind angewiesen auf das Engagement der Menschen“

Halberkamp selbst engagiert sich bei der Wasserwacht, wie sie schreibt. „Wir sind angewiesen auf das Engagement der Menschen im Großen wie im Kleinen. Nur gemeinsam sind wir stark. Die Gemeinde muss hier Motor, Impulsgeber und Moderator sein, sie muss die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen.“

Aus Gesprächen, die sie bereits in Unternehmen, Organisationen und Vereinen geführt habe, hätten sich Schnittmengen und Ergebnisse ergeben, die man nutzen könne. „Gerade im Bereich der Pflege und der Kinderbetreuung zeigen sich wirkungsvolle Möglichkeiten, wie Stadt, öffentliche Träger und private Initiativen erfolgreich zusammenarbeiten können“, so Halberkamp.

„Personal- und Platzmangel in der Tagespflege und Altenpflege könnten beispielsweise durch neue Bau- und Wohnkonzepte zusammen mit bürgerschaftlichem Engagement als sogenanntes integriertes Sozialkonzept eine Antwort finden, mit der wir dem Wandel in unserer Gesellschaft freudig begegnen können.“

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