GWG pflanzt mehr Bäume als sie fällt

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Markus Zetzmann von der Lindauer Baumpflege und Annette Wacker von der GWG sprechen in Zech den Baumschutz ab.
Markus Zetzmann von der Lindauer Baumpflege und Annette Wacker von der GWG sprechen in Zech den Baumschutz ab. (Foto: GWG)

Auch auf Grundstücken der GWG werden Bäume gefällt. In diesem Jahr sollen acht Stämme fallen. Doch die Zahl der Neupflanzungen ist laut Pressemitteilung mehr als viermal höher.

„Um jeden Baum, den wir fällen, tut es uns leid“, erklärt GWG-Geschäftsführer Alexander Mayer. Doch aus Sicherheitsgründen sei das Fällen manchmal unerlässlich, um Schäden an Gebäuden, Passanten, Verkehr und Straßen zu vermeiden. „Nicht jeder Baum, der gesund aussieht, ist es auch“, schreibt die GWG. „Stellen Sie sich vor, wir sagen eine Fällung ab, weil die Bewohner den Baum so schön finden und dagegen protestieren, und dann stürzt der Baum beim nächsten Sturm auf ein Gebäude“, schildert Annette Wacker, verantwortlich für die Bäume der GWG. „Dann steht die Frage im Raum, ob wir unserer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind.“

Sicherheit ist für Mayer sehr wichtig. Deshalb untersucht das GWG Team mit ihrem Partner „Lindauer Baumpflege“ einmal im Jahr den gesamten Baumbestand. Gemeinsam entscheide man dann, ob Maßnahmen nötig sind. Das könne ein Rückschnitt sein oder eine Fällung. „Lassen wir fällen, dann wird immer nachgepflanzt, gegebenenfalls an einem anderen Standort“, berichtet Mayer.

Ein Thema liegt Mayer und Wacker am Herzen: Was geschieht mit den vorhandenen Bäumen bei Abrissarbeiten und Neubau? „Wir planen soweit vertretbar baumerhaltend. Dann begehen wir das Gelände mit der ,Lindauer Baumpflege’ und treffen vor Baubeginn die nötigen Schutzmaßnahmen“, sagt Mayer.

Aktuelles Beispiel ist das Hoeckle-Areal in Zech. Im Vorfeld wurde die Planung geändert, um Bäume zu erhalten. Jetzt werden diese fachmännisch vor den Abriss- und Neubauarbeiten geschützt. Auch beim Neubau in der Gustav-Freytag-Straße wurden die Häuser versetzt, damit eine 130 Jahre alte Linde stehen bleiben kann.

Die GWG hat derzeit über 600 Bäume im Bestand. Heuer will die GWG acht Bäume in Zech und 18 in Reutin nachpflanzen, im kommenden Jahr 23 Bäume in Aeschach. „Das kostet, und das ist es uns wert“, sagt Mayer: „Wichtig ist uns, eine sinnvolle Durchgrünung aller GWG Liegenschaften zu erreichen. Denn dadurch bieten wir unseren Mietern langfristig ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität.“

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