Guenter Lofner verabschiedet sich mit einem Frühstück

Lesedauer: 3 Min
An Guenter Lofners (Zweiter von rechts) letztem Arbeitstag nach 50 Jahren und knapp drei Monaten sind sie alle von der Inselbrau
An Guenter Lofners (Zweiter von rechts) letztem Arbeitstag nach 50 Jahren und knapp drei Monaten sind sie alle von der Inselbrauerei dazugekommen und haben mit ihm gemeinsam gefrühstückt, bevor er sich mit seiner Frau zu seiner Weltreise aufgemacht hat (von links): Carlo Weidenbach, Ralph Kaeß, Annika Bruderhofer, Daniele Lehner-Urban, Brigitte Rahn sowie Lofners Chef Lorenz Schlechter (rechts). (Foto: Cf)

Nicht viele Ehen halten so lange und so lange Arbeitsverhältnisse bei ein und derselben Firma gibt es eigentlich gar nicht, sollte man meinen. Guenter Lofner aber ist ein lebendes Gegenbeispiel. Denn er hat sage und schreibe 50 Jahren bei der Inselbrauerei gearbeitet. Jetzt erst hat er sich in den Ruhestand verabschiedet.

Dabei ist er nicht nach der Grundschule oder dem Kindergarten bei der Inselbrauerei gelandet, wie man beim Nachrechnen vielleicht vermuten könnte, sondern hat nach seiner Schulzeit vom August 1955 bis Ende Juli 1958 eine Lehre als Großhandelskaufmann bei Enderlin absolviert. Von dort ging es aber noch nicht zur Inselbrauerei, sondern zunächst zur Bahn. Hier begann er als Beamtenanwärter, wurde dabei turnusmäßig immer wieder versetzt, so startete er in Oberstaufen, um dann in Kempten den Bahnhofsneubau mitzuerleben. Eine neuerliche Versetzung war für Lofner dann der Schlusspunkt seiner Bahnkarriere, er kehrte wieder nach Lindau zurück.

1968 bei Schlechter begonnen

Er fand – nun tatsächlich – bei Fritz Schlechter Arbeit, der ihn sofort nahm. Zuerst begann er, genau am 16. September 1968, bei Coca-Cola, wurde aber gleich zur Inselbrauerei in deren Verwaltung weggeholt. Mit der Umzieherei war es aber nicht vorbei, denn nach Einstellung der Brautätigkeit in Lindau zog die Inselbrauerei mit ihrem Sitz nach Ravensburg um. Mittlerweile ist die Inselbrauerei wieder in Lindau ansässig, da die Brauerei in Ravensburg aufgegeben und verkauft wurde. Auch diesen Umzug machte Lofner mit und leitete die Verwaltung bis 2016, danach war er noch bis jetzt für die Lohnabrechnung zuständig.

50 Jahre war er also bei der Inselbrauerei, verheiratet ist er aber noch nicht so lange. Aber dafür hat er mit seiner Frau, die er 1970 heiratete, vier Kinder und drei Enkel. Zwei Drittel seines Lebens war er mit der Inselbrauerei verbunden, zunächst unter Fritz Schlechter, der Ende der 1980er-Jahre die Geschäfte inklusive Guenter Lofner an seinen Sohn Lorenz weitergab. Nun, da er mit seinen 77 Jahren „knapp“ sein Rentenalter erreicht hat, geht Lofner mit seiner Frau auf Weltreise. Sein Laptop aber hat er vorsorglich dabei, „falls im Betrieb Fragen auftauchen sollten“, gesteht er. Was zumindest die Zurückgebliebenen nicht hoffen, denn nun soll er seinen Ruhestand gefälligst genießen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen