Große Stimmen begeistern das Publikum

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Begeistern gemeinsam mit den neun Musikern in der Inselhalle Lindau: Buket, Gino Castelli und Desiré Capaldo (von links).
Begeistern gemeinsam mit den neun Musikern in der Inselhalle Lindau: Buket, Gino Castelli und Desiré Capaldo (von links). (Foto: susi donner)
Lindauer Zeitung

Fünf Tage lang ist in der Inselhalle das Festival Musica über die Bühne gegangen. Einer der fünf Konzertabende war den großen Filmklassikern der vergangenen Jahrzehnte gewidmet. Neun Musiker, ein Sänger und zwei Sängerinnen unterhielten ihr kleines aber begeistertes Publikum hervorragend.

Das großartige Konzert hätte sicher mehr Besucher verdient gehabt. Nichtsdestotrotz gaben die Musiker – allesamt in schicker Abendgarderobe den mit einem Oscar ausgezeichneten Filmen würdig – selbstverständlich auch für die spärlich besetzten Reihen vor der Bühne alles.

Gino Castelli, Komponist, Musikproduzent, Sänger, Wahlhamburger aus Palermo führte mit charmantem italienischem Akzent durch den Abend. Ganz zum Schluss sollte er mit den beiden entzückenden und stimmgewaltigen Sängerinnen Buket und Desiré Capaldo gemeinsam die Zugabe singen. Desiré Capaldo, die schöne Römerin, war unter anderem schon bei Dieter Bohlen im Supertalent in einem Halbfinale zu hören und zu sehen und sorgte dort mit „Somewhere“ von Sarah Brightman für große Emotionen. Die multitalentierte Buket Kocatas, wie sie mit vollem Namen heißt, ist Wahlhamburgerin mit türkischen Wurzeln. Sie entstammt musikalisch den Traditionen von R'n'B und Soul. „Aber manchmal klingt auch das Orientalische noch ein bisschen durch", sagt sie im Gespräch. Mit ihrer Musik hat sie auf der Video-Plattform YouTube schon mehr als sechs Millionen Aufrufe und sie ist Frontsängerin mehrerer Bands.

Diese beiden herausragenden Sängerinnen wurden musikalisch auf hohem Niveau begleitet und sangen die Filmmusiken der Oscar gekrönten Klassiker der Filmgeschichte. Die Zuhörer waren hingerissen und spendeten eifrig auch Zwischenapplaus. Zu hören gab es beispielsweise aus Armageddon „I dont’t want miss a thing“, aus Titanic „My heart will go on“, oder „Once upon a time in the West“ aus dem gleichnamigen Straßenfeger von Ennio Morricone und den Titelsong zum Fluch der Karibik.

Zur ergreifenden Musik waren die emotionalsten Schlüsselszenen aus den jeweiligen Filmen auf Leinwand zu sehen, und so entstand ganz nebenbei der Wunsch, sich den einen oder anderen Klassiker nochmal anzuschauen. Für viele Besucher war es das erste Mal, dass sie nach dem Umbau der Inselhalle dort wieder eine Veranstaltung besuchten. Und so schauten sie sich vor dem Konzert und in der Pause neugierig um. „Das ist wirklich schön geworden“, lobte Angelika Deiber aus Bregenz. Der Ärztin gefiel vor allem das großzügige Foyer, durch das sie in der Pause mit einem kühlen Bier in der Hand wandelte. Auch die Akustik im großen Saal kam gut an.

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