Grenze im Visier: Deutsche und Vorarlberger Polizei kontrolliert gemeinsam den Verkehr

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 Gemeinsam haben Polizeibeamte von Grenzpolizei, Bundespolizei und Vorarlberger Polizei am Freitagabend den Grenzverkehr zwische
Gemeinsam haben Polizeibeamte von Grenzpolizei, Bundespolizei und Vorarlberger Polizei am Freitagabend den Grenzverkehr zwischen Zech und Hörbranz kontrolliert. (Foto: Archiv: Marcus Führer/dpa)
Lindauer Zeitung

Drogen aufspüren sowie zur Fahndung ausgeschriebene Reisende – das ist das Ergebnis einer Grenzkontrolle am Zecher Übergang Ziegelhaus: Polizeibeamte der bayerischen Grenzpolizei und der Bundespolizei haben mit ihren Vorarlberger Kollegen am Freitagabend rund sechs Stunden lang ein- und ausreisende Fahrzeuge kontrolliert.

Nahezu im Stundentakt hätten die Polizeikräfte dabei mit den typischen Bereichen der Grenzfahndung zu tun gehabt, etwa Verstöße gegen die Betäubungsmittelgesetze. So roch es im Gepäckraum eines jungen Burschen aus dem Ostallgäu deutlich nach Marihuana. Zwar hätten sich sowohl Fahrer als auch seine Begleiter den Geruch angeblich nicht erklären können. Die Polizisten fahnden beim Durchsuchen des vollgepackten Autos die Ursache: drei verschiedene Tütchen mit Marihuana.

Schneller gab sich ein 30-Jähriger geschlagen, der in einem Kleinbus unterwegs und bereits zu Beginn der Kontrolle auffällig nervös gewesen war: Er gab auf Fragen der Beamten unumwunden zu, etwas Marihuana dabei zu haben. Ähnlich verhielt es sich mit dem Beifahrer eines Sportwagens aus dem Raum Kempten. Auffällige Nervosität und Zittern machten es auch hier den Polizisten nicht allzu schwer. Alle drei werden wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes, die Drogen sichergestellt.

Zwei „Treffer“ erzielten die kontrollierenden Polizisten, als sie Reisende in den Fahndungssystemen der Polizei kontrollierten. Eine junge Frau aus Polen, die zu ihrer Arbeitsstelle nach Österreich unterwegs war, wurde in Rheinland-Pfalz wegen Diebstahls gesucht: Die Kriminalpolizei und das strafverfolgende Amtsgericht in Worms seien an ihrem Wohnsitz interessiert, heißt es im Polizeibericht.

Später schlug das Fahndungssystem bei einem Schweizer Reisenden an: Das Fürstentum Lichtenstein hatte im Schengener Informationssystem einen Fahndungshinweis in Zusammenhang mit dessen Ausweispapieren hinterlegt. Diese internationale Fahndung führte zu einer intensiven Überprüfung der Identität und Rücksprache mit den Schweizer Kollegen, bevor die Weiterreise gestattet wurde.

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