Gisela Metzdorf erhält den Bundesverdienstorden

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 Lindaus Hauptamtsleiter Thomas Nuber hat Gisela Metzdorf den Bundesverdienstorden überreicht.
Lindaus Hauptamtsleiter Thomas Nuber hat Gisela Metzdorf den Bundesverdienstorden überreicht. (Foto: dik)
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Gisela Metzdorf hat für jahrelanges ehrenamtliches Engagement den Bundesverdienstorden erhalten. Weil die Niedersächsin seit zwei Jahren in Lindau lebt, überreichte Hauptamtsleiter Thomas Nuber die Auszeichnung in Vertretung für das Bundesland.

„Diese Ehrung ist eine herausragende“, erklärte Nuber und berichtete, dass der Bundesverdienstorden die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland unter anderem für Menschen ist, die sich im sozialen oder karitativen Bereich eingesetzt haben. „Ehrenamt ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, sagte Nuber und hob Metzdorf hervor: „Sie sind ein leuchtendes Beispiel für viele.“ Deshalb habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sie mit dem Orden ausgezeichnet. Weil sie seit zwei Jahren in der Nähe ihrer Tochter in Lindau lebt, habe die niedersächsische Staatskanzlei um Amtshilfe gebeten.

Die Familie und Mitbewohnerinnen hatten sich im Wintergarten des Maria-Martha-Stifts versammelt, als Nuber die Meriten der 1933 geborenen Gisela Metzdorf verlas. Demnach hatte sie in ihrem Beruf als Krankenschwester kaum Zeit für ehrenamtliches Engagement. Im Ruhestand habe sie aber die Patientenbücherei in dem Klinikum Großburgwedel bei Hannover übernommen. 23 Jahre lang ist sie dann bis 2016 zweimal pro Woche mit einem Bücherwagen durch die Stationen und Zimmer gezogen – auch an Weihnachten oder Neujahr. Dabei habe sie aber nicht nur Bücher verliehen, sondern auch getröstet und Zuwendung gegeben. Sie habe viel menschliche Wärme gegeben.

In der Begründung für die Ordensverleihung heißt es: „Sie sind die Seele des Krankenhauses geworden.“

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