Gesuchter Mann versteckt sich auf Bustoilette

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 Bundespolizei nimmt Gesuchten auf Bustoilette fest.
Bundespolizei nimmt Gesuchten auf Bustoilette fest. (Foto: Bundespolizei)
Lindauer Zeitung

Als blinden Passagier hat die Bundespolizei am Mittwochmorgen auf der A96 in einem Fernbus einen Algerier aufgegriffen. Der Mann, der ohne Dokumente unerlaubt nach Deutschland einreisen wollte, wurde hier bereits per Haftbefehl gesucht.

Während die Lindauer Bundespolizei den Fernbus anhielt, um die Insassen zu kontrollieren, soll sich der Mann gezielt auf die Toilette begeben haben. Das hat der Busfahrer den Beamten mitgeteilt, heißt es im Polizeibericht. Erst nach mehrfacher Aufforderung habe der Mann widerwillig die Tür geöffnet. Er konnte den Beamten weder Reisedokumente noch ein Busticket vorweisen. Der Mann hatte sich offensichtlich unbemerkt in den Bus geschlichen.

Durch die Überprüfung der Fingerabdrücke stellten die Polizeibeamten die Identität des Allgeriers fest. Ersten Ermittlungen zufolge, hatte der 21-Jährige bereits im Dezember 2016 in Deutschland einen Asylantrag gestellt, welcher negativ beschieden wurde. Gegen den Nordafrikaner lag zudem ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Ellwangen wegen Körperverletzung vor.

Außerdem wurde nach dem Mann vierfach gefahndet. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe suchte ihn wegen Diebstahls und Körperverletzung. Auch die Staatsanwaltschaft Bochum war wegen Diebstahls auf der Suche nach dem Algerier. Die Bundespolizisten lieferten den blinden Passagier in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein. Sie zeigten ihn zudem wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes an und informierten das zuständige Ausländeramt über den Vorfall.

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