Gestaltungsbeirat will GWG-Häuser nach hinten rücken

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Die Vorbereitungen für den Abbruch der Gebäude des Hoeckle-Areals haben bereits begonnen.
Die Vorbereitungen für den Abbruch der Gebäude des Hoeckle-Areals haben bereits begonnen. (Foto: Christian Flemming)

Grundsätzlich gefällt dem Gestaltungsbeirat der Stadt Lindau die Planung, die die GWG kürzlich für das Hoeckle Areal vorgestellt hat. Weil ein Gebäude im Plan zu nahe an schützenswerten Bäumen steht, müssen die Gebäude in der Bregenzer Straße aber weiter nach hinten rücken.

Wie bereits berichtet, will die GWG das grenz- und seenahe Gebiet in Zech mit vier Gebäuden bebauen. Während zwei Häuser direkt an der Bregenzerstraße stehen, sind die anderen dahinter platziert. Nach Süden hin entsteht so ein „Quartiersplatz“.

Im Haus eins, das an den Gasthof „Zum Zecher“ grenzt, soll nach den Plänen der GWG ein Biomarkt Einzug halten. Ein Gebäude soll als sogenanntes Boardinghouse dienen. Dessen 15 kleine Appartements sollen Firmen für neue oder nur zeitweise in Lindau arbeitende Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In den Häusern zwei und drei entstehen insgesamt 56 Wohnungen, darunter auch solche, die sozial gefördert sein sollen. Zudem sorgt eine Tiefgarage dafür, dass 60 Autos untergebracht sind.

Was dem dreiköpfigen Gestaltungsbeirat an der Planung am besten gefallen hat, war, dass sich die GWG an der von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägten Umgebung orientiert hat. Sie hat voneinander unabhängige Einzelgebäude geplant.

Gestaltungsbeiratsmitglied und Architektin Lydia Haack fasste zusammen: „Die Struktur des Plans mit seinen Einzelgebäuden ist gelungen.“ Auch, dass ein Biomarkt hier Platz finden soll, fand der Beirat, zu dem neben Lydia Haack auch Landschaftsarchitekt Ralph Kulak und Architekt Marcus Wörtz gehören, gut.

Denn in der Umgebung gebe es nichts Vergleichbares. Einziger wesentlicher Kritikpunkt des Gremiums war, dass das Haus eins mit dem Biomarkt zu nahe an den im Bebauungsplan für schützenswert erklärten Bäumen stehe. Man rechne, dass die Krone gleich groß sei wie die Wurzeln und gebe dann noch mal eineinhalb Meter dazu. Erst mit diesem Abstand dürfe gebaut werden, erklärten die Gremiums-Mitglieder.

Auch Lagerflächen sollen umgeplant werden

Daher müssten die Gebäude an der Bregenzer Straße ein Stück weiter nach hinten gerückt werden. Was wiederum Folgen für die geplante Zulieferungssituation und die Lagerflächen hat. Diese jedoch umzuplanen, empfahl das Gremium ohnehin.

Denn zum einen erfolge die Zulieferung für den Biomarkt über die Wurzeln der Bäume, was ihnen auch nicht gut tut. Zum anderen mache die geplante Lagerfläche den Einzelcharakter des Gebäudes zunichte. „Deswegen muss man das anpassen.“

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