Gegen schwere Gegner und schwere Beine: Islanders erwarten ein kompliziertes Wochenende

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 Hat zum aktuellen Erfolgslauf der Islanders beigetragen: Seit Verteidiger Ales Kranjc (links) da ist, hat der EVL zehn Punkte a
Hat zum aktuellen Erfolgslauf der Islanders beigetragen: Seit Verteidiger Ales Kranjc (links) da ist, hat der EVL zehn Punkte aus vier Spielen geholt. (Foto: Christian Flemming)
Martin Deck

Viel Zeit zum Genießen lässt sich Franz Sturm nicht. Obwohl seine Mannschaft gerade mit 4:2 gegen Weiden gewonnen und damit in der Tabelle der Eishockey-Oberliga den Sprung auf Platz sieben geschafft hatte, blickte der Trainer der EV Lindau Islanders bereits am Sonntagabend nach vorne. „Wir müssen schauen, dass wir schnell das Laktat aus den Beinen bekommen“, sagte Sturm nach den beiden umkämpften Partien in Memmingen (6:7 n.V.) und gegen Weiden. „Die beiden Spiele haben sehr viel Kraft gekostet.“ Eine schnelle Erholung ist wichtig, schließlich wollen er und die Mannschaft ihren aktuellen Erfolgslauf auch im nächsten Heimspiel gegen Rosenheim (Freitag, 19.30 Uhr) und in Regensburg (Sonntag, 18 Uhr) fortsetzen.

„Rosenheim wird ganz schwierig. Sie stehen von der Qualität über uns.“ Und auch in der Tabelle. Aktuell belegen die Starbulls Platz fünf und haben sechs Punkte mehr auf dem Konto als die Lindauer – unter anderem, weil sie das erste Duell mit den Islanders klar mit 5:1 gewonnen haben. Es war das erste Spiel des EVL unter Trainer Franz Sturm. Seitdem hat sich nicht nur in Lindau, sondern auch beim letztjährigen Playoff-Viertelfinalisten Einiges getan. Wie bei den Islanders wurde bei den Oberbayern ein Kontingentspieler ausgetauscht. So ersetzte der litauische Nationalspieler Tadas Kumeliauskas die Position des Tschechen Vitezslav Bilek. Für Kumeliauskas ist die Oberliga kein unbekanntes Terrain, da er in der vergangenen Saison auch schon für den ECDC Memmingen auflief. Zu Beginn der diesjährigen Saison wechselte er dann in die DEL2 zum Aufsteiger EV Landshut. Diese stellten ihn aber aufgrund einer anderweitigen Kontingentverpflichtung frei, weshalb die Rosenheimer die Chance ergriffen und ihre frei gewordene Kontingentstelle mit dem Litauer besetzten. Mit sechs Scorerpunkten aus fünf Spielen zahlt er das Vertrauen, das ihm die Verantwortlichen geschenkt haben, bisher zurück.

Trainerwechsel in Regensburg

Auch bei den Eisbären Regensburg hat sich seit dem ersten Duell Mitte Oktober, das die Islanders bei der Heimpremiere von Franz Sturm in einem spektakulären Spiel mit 6:5 gewannen, einiges verändert. Waren die Donaustädter in der Vorsaison zusammen mit dem EC Peiting noch das Nonplusultra der Hauptrunde, läuft es momentan überhaupt nicht. Nachdem die Mannschaft auf Platz elf abgerutscht war, zogen die Verantwortlichen der Eisbären die Notbremse und trennten sich vor gut einer Woche von Trainer Igor Pavlov. Bei den Regensburgern übernahm interimsmäßig der ehemalige Waldkraiburger Kapitän Max Kaltenhauser an der Bande. Beim Debüt in Rosenheim gab es am vergangenen Wochenende zwar eine 3:7-Niederlage, beim Heimsieg über die Bulls aus Sonthofen jedoch überzeugten die Regensburger mit einem klaren 5:2.

Welche positive Wirkung ein Trainerwechsel haben kann, wissen sie in Lindau nur zu gut. „Der neue Trainer bringt neue Energie rein“, sagte Islanders-Kapitän Andreas Farny nach dem Sieg über Weiden. Bekleidet mit kurzer Hose und Badeschlappen. Schließlich sollten sich die schweren Beine – wie vom Trainer gefordert – möglichst schnell erholen.

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