Gastgeschenke sind diesmal verboten

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 Wollen die Blue Devils aus Weiden im dritten Anlauf endlich knacken: Filip Stopinski und die EV Lindau Islanders.
Wollen die Blue Devils aus Weiden im dritten Anlauf endlich knacken: Filip Stopinski und die EV Lindau Islanders. (Foto: Christian Flemming)
Sportredakteur

Der Winter macht seinem Namen derzeit alle Ehre. Vor allem Lindau und das Umland zwischen Allgäu, Bodensee und Oberschwaben haben seit dem vergangenen Wochenende eine gehörige Portion Schnee abbekommen. Davon betroffen sind auch die EV Lindau Islanders. Gleich nach den ersten ergiebigen Niederschlägen in Weiß, als reihenweise Hallen im Lindauer Stadtgebiet aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt wurden und der Unterricht an Schulen ausfiel, stand auch in der Eissportarena im Eichwald der Eislauf- und Eishockeybetrieb auf dem Prüfstand. Unterdessen geben die EVL-Verantwortlichen Entwarnung, womit der Weg frei ist fürs erste Heimspiel des Eishockey-Oberligisten in der anstehenden Meisterrunde am Freitag (19.30 Uhr). Zu Gast sind die Blue Devils Weiden, gegen die die Lindauer in der laufenden Saison zweimal leer ausgingen.

„Aufgrund der aktuellen Wetterlage standen auch die Islanders vor der großen Herausforderung, den Betrieb im Eisstadion aufrecht zu halten. Allein konnten sie dies nicht bewältigen und bekamen daher Unterstützung von zahlreichen Helfern des Bauhofs, von privaten Räumteams im öffentlichen Auftrag, der Feuerwehr und des THWs“, vermeldete der EVL am Donnerstagnachmittag und gab damit grünes Licht fürs Spiel am Freitagabend. Nette Geste am Rande: Als Dankeschön luden die Islanders sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den helfenden Einrichtungen zu ihren nächsten beiden Heimspielen ein.

Gastgeschenke an die Adresse der Gäste aus der Oberpfalz zu verteilen, das sollte die Mannschaft von EVL-Spielercoach Chris Stanley bei ihrem dritten Aufeinandertreffen der laufenden Saison tunlichst vermeiden – anders als bei der 1:3-Niederlage am 19. Oktober: Da schenkten die Islanders das Heimspiel geradezu her. Trotz der beeindruckenden Schussstatistik (48:28) und der 1:0-Führung von Filipp Stopinski kurz vor der ersten Drittelpause drehten die Weidener das Hauptrundenspiel binnen fünf Minuten zu ihren eigenen Gunsten. Zwei Tore kassierte Lindau dabei in Unterzahl. Ende November, im Rückspiel, legte der EVL durch Jan Hammerbauer ebenfalls vor, um am Ende letztlich sang- und klanglos mit 1:5 die Heimreise an den Bodensee antreten zu müssen.

Nach einem verhaltenen Saisonstart mit einer längeren Durststrecke im November fluschte es bei der Mannschaft des Weidener Cheftrainers Ken Latta zuletzt recht gut. In der Scorerwertung ragen die beiden Kontigentspieler Matt Abercrombie mit 45 Punkten und Tomas Rubes (32) heraus. Doch auch Martin Heinisch, der 19-mal und damit bislang am meisten für die Blue Devils traf und mit 39 Punkten derzeit Platz zwei in der Scorerliste der Oberpfälzer einnimmt, spielte eine erfolgreiche Hauptrunde.

Die Hauptrunde schlossen die Blue Devils mit 45 Punkten auf dem sechsten Tabellenrang an, knapp hinter den fünftplatzierten Memminger Indians (48) und vor den Selber Wölfen (43.). Mit 32 Punkten rangieren die Lindauer vor dem Start zur Meisterrunde auf Rang neun und damit in Schlagdistanz zu Höchstadt, das mit 37 Zählern derzeit den untersten Play-off-Platz innehat. Da die Meisterrunde, als Einfachrunde, in neun Hin- und neun Rückspielen absolviert wird, sind für jede der zehn teilnehmenden Mannschaften maximal 54 Punkte zu vergeben. Der Kampf um die Play-off-Teilnahme ist eröffnet.

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