FDP und LI treten gemeinsam an

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Zwölf der 21 Kandidaten kommen zur Nominierungsversammlung (Obere Reihe, von links): Manuel Grotz, Jürgen Müller, Joachim Steinh
Zwölf der 21 Kandidaten kommen zur Nominierungsversammlung (Obere Reihe, von links): Manuel Grotz, Jürgen Müller, Joachim Steinhoff, Lukas Hummler, Jürgen Bergfeld, Thomas Ball sowie (untere Reihe, von links) Günter Klaus, Maria Graf, Angelika Fotiadis, Nicole Rauscher, Nicole Laufer und Ulrich Jöckel. (Foto: OLAF WINKLER)
olwi und Olaf Winkler

Die FDP und die vor sechs Jahren vom früheren Oberbürgermeister Jürgen Müller gegründete Lindau Initiative (LI) treten bei der Kreistagswahl am 15. März mit einer gemeinsamen Liste an. 21 Kandidaten stehen darauf. Spitzenkandidatin ist die Lindauer OB-Kandidatin Claudia Alfons, die im Gegensatz zum aktuellen Amtsinhaber Gerhard Ecker die Interessen der Stadt auch im Kreistag vertreten möchte.

Der Hintergrund der jetzt nominierten Kreistagsliste ist denn auch die Lindauer Stadtpolitik. Dort unterstützen FDP, LI und Bürgerunion (BU) Claudia Alfons bei der OB-Wahl. Grundgedanke der drei politischen Vereinigungen war es daher, mit einer gemeinsamen Liste für den Kreistag zu kandidieren und der Kandidatin so den Weg ins Kreisparlament zu öffnen. Dort ist die FDP bislang einzig mit Ulrich Jöckel vertreten. Die BU konzentriert sich indes ganz auf die Stadtratswahl, so der BU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Roland Freiberg. „Hier gibt es genug Themen und Aufgabenfelder für uns“, so Freiberg, der dennoch zur Nominierungsversammlung von FDP und LI gekommen war. LI-Vorsitzender Jürgen Müller sitzt bereits im Kreistag – allerdings für die Freien Wähler, deren Fraktionsvorsitzender er auch ist. Die neue Liste möchte im neuen Kreistag mit mindestens drei Mitgliedern vertreten sein, um Fraktionsstatus zu erreichen. Andernfalls sei der Weg in die Ausschüsse versperrt, so Müller. Und da der Kreistag selbst nur viermal jährlich tage, sei der Einfluss fraktionsloser Mitglieder gering.

Als Versammlungsleiter fungierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae. Er hatte ein weitgehend leichtes Amt. Denn bereits im Vorfeld hatten sich der FDP-Kreisverband mit Manuel Grotz an der Spitze und die LI auf eine Liste mit 21 Kandidaten geeinigt und auch die Reihenfolge festgelegt. Hinter der gemeinsamen OB-Kandidatin Alfons folgen jeweils abwechselnd FDP- und LI-Kandidaten. Um keine Stimmen zu verschenken, erfolgt die Namensnennung zwei- beziehungsweise dreifach auf der Liste, die insgesamt 60 Plätze umfasst. Einzig unvorbereitet waren FDP und LI hinsichtlich von Ersatzkandidaten. Mit Jürgen Bergfeld und Florian Müller fanden sich aber Bewerber, sodass zusätzliche Wahlgänge notwendig wurden. Die eigentliche Bewerberliste hatten die 14 Wahlberechtigten zuvor einstimmig gut geheißen.

Jüngste Bewerberin ist Florentina Brög (22), ältester Kandidat Joachim Steinhoff (75). Dass sie beide aus Lindau kommen, ist kein Zufall. Denn das tun die meisten der Kandidaten auf der FDP-/LI-Liste. Einzig Reinhard Marte (Nonnenhorn), Frank Himmel (Weiler-Simmerberg) und Tania Rossmann (Lindenberg) kommen nicht aus der Kreisstadt. Jürgen Müller machte keinen Hehl daraus: Einen besonderen Charme habe die gemeinsame Liste der FDP für die LI auch aufgrund der Tatsache, dass die FDP bereits im Kreistag vertreten ist. So benötigt die gemeinsame Liste keine Unterstützer-Unterschriften.

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