FDP organisiert nächste Bürgerrunde

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Der Vorschlag der FDP für den Karl-Bever-Platz: ein zwei- bis dreigeschossiges Parkdeck.
Der Vorschlag der FDP für den Karl-Bever-Platz: ein zwei- bis dreigeschossiges Parkdeck. (Foto: ulrich jöckel)
Lindauer Zeitung

Die Lindauer FDP lädt für Dienstag, 14. Mai, zur nächsten Bürgerrunde in die JT-Seminarhalle, Robert-Bosch-Straße 26, ein. Beginn ist um 18 Uhr. Die Liberalen sprechen mit Besuchern über lokale Themen wie die Zukunft der Hinteren Insel und die Parkplatzsituation. Im Anschluss hält der Politikwissenschaftler und Hochschuldozent Ingmar Niemann einen Vortrag über die Zukunft Europas.

Ingmar Niemann spricht ab 19.30 Uhr über Europa und die Europawahl. In der anschließenden Diskussionsrunde können die Inhalte des Impulsvortrags mit dem Referenten diskutiert werden. Der diplomierte Politikwissenschaftler und Lehrbeauftragte wird über die Risiken, mehr oder weniger Demokratie und mögliche Perspektiven eines zukunftsorientierten Europas informieren, wie die FDP mitteilt. Es geht aber auch darum, wie stark sich rechts- und linksorientierten Parteien entwickeln, und welchen Einfluss deren Befürworter haben. Der Vortrag wird von der parteiunabhängigen Friedrich-Naumann-Stiftung organisiert.

Kritik an städtischer Planung

Bereits ab 18 Uhr will die FDP in einer Bürgerrunde mit den Gästen über aktuelle Probleme der Stadt diskutieren. In einem Statement des Betriebsleiters der Eilguthalle, Daniel Stütz, erhalten die Besucher zunächst Informationen über Erfolg und saisonale Probleme der „Groß-Gastronomie“ in Lindau. Stütz erklärt auch, wo aus seiner Sicht noch Verbesserungspotenzial besteht.

Außerdem setzt sich die Bürgerrunde mit der Frage, was nach dem städtebaulichen Wettbewerb auf der Hinteren Insel passiert, auseinander. Die Stadtverwaltung hat, wie die FDP schreibt, bereits mit Bürgern die Vorgaben diskutiert. Demnach sollen 1800 neue Bewohner in 900 Wohnungen bis ins Jahr 2040 die Hintere Insel bevölkern. Dazu werden 720 neue Tiefgaragenplätze benötigt und die SOBON-Vorgaben mitberücksichtigt. Ein straffes und besorgniserregendes Programm steht also zur Umsetzung an, das mit der Gartenschau im Juni 2021 startet. In der Diskussion soll es darum gehen, welche Wünsche die Lindauer Bürger haben und was noch verändert werden kann.

Dass die Deutsche Bahn über den Verkauf ihrer freiwerdenden Bahn- und Gleis-Flächen Ihre Investitionen in die Zwei-Bahnhof-Lösung gegenfinanziert, sei vertraglich vereinbart. „Wie die Stadt aber mit Ihren Grundstücken umgeht, ist sicherlich verschiedener Fragerunden wert und darf nicht ausschließlich dem städtebaulichen Wettbewerb unterstellt werden“, schreibt die FDP.

Die Liberalten kritisieren: „Zuerst werden nun die Parkplätze auf der Hinteren Insel eliminiert, obwohl noch gar kein Ersatz geschaffen ist.“ Und auch der am Karl-Bever-Platz für nun 650 Parker dimensionierte und „20 Meter hohe Parkhaus-Klotz“ habe noch keine Baugenehmigung und werde vielleicht sogar an einem Bürger- oder Ratsentscheid scheitern. „Wir hatten schon im Oktober 2017 einzwei bis dreigeschossiges Parkdeck vorgeschlagen, wobei die untere Parkebene sogar abgesenkt sein sollte“, heißt es weiter. Die FDP-Alternative biete fast 600 Parkplätze, die in „kürzester Planungs- und Bauzeit auch wirtschaftlicher erstellt werden könnte“. Im Stadtrat hatte Ulrich Jöckel das Thema nochmals angesprochen. Laut Jöckel könnte dise Lösung für fünf bis sieben Millionen Euro umgesetzt werden, eventuell auch gemeinsam mit einem Investor. Doch die Stadtverwaltung agiere „ohne Masterplan“ und mache wie so oft „den zweiten oder dritten Schritt vor dem ersten“, so Jöckel.

Verwaltung und eines Großteils des Stadtrats unter der Führung von OB Dr. Ecker, so die Aussage von Stadtrat Uli Jöckel.

Wir freuen uns über Ihren Besuch am 14. Mai in der JT-Seminarhalle in der Robert Bosch Straße 26, … bringen sie uns Ihre Fragen mit. Es wird nichts so heiß gegessen wie gekocht, ist ein altes Sprichwort, aber aktuell dampft’s in der Lindauer-Küche. Schauen wir gemeinsam was noch zu ergänzen und zu korrigieren wäre. Vielleicht haben wir bis dorthin auch noch mehr Informationen zur kommenden OB- und Stadtratswahl am 15.März 2020.

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