FB kritisiert Einweihungsfeier der Thierschbrücke

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 Viele waren beteiligt am Bau der Thierschbrücke, so haben bei der Eröffnung auch viele zur Schere gegriffen (von rechts): Pius
Viele waren beteiligt am Bau der Thierschbrücke, so haben bei der Eröffnung auch viele zur Schere gegriffen (von rechts): Pius Hummler, Fachbereichsleiter Straßenbau bei den GTL, Michael Lehner vom Planungsbüro PBU, GTL-Chef Kai Kattau, Gerhard Pahl , Geschäftsführer vom Büro Dr. Schütz Ingenieure, das die neue Brücke erdacht und geplant hat, Dietmar Narr von NRT Landschaftsarchitekten, Lindaus OB Gerhard Ecker, Michael Katz von der Bahn AG, Landrat Elmar Stegmann, Ex-Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter und Bernhard Blaas von der Bahn AG. (Foto: dik)
Lindauer Zeitung

In einem offenen Brief wenden sich Günther Brombeiß, Martin Rupflin und Ralf Guggenmos im Namen der Freien Bürgerschaft Lindau (FB) an den Oberbürgermeister. Im Schreiben äußern sie den Wunsch, bei zukünftigen Einweihungen den kirchlichen Segen beider Konfessionen wieder fest mit aufzunehmen, da dies bei der Einweihung der neuen Thierschbrücke nicht der Fall war. Eine Antwort des Oberbürgermeisters auf den Brief der Freien Bürgerschaft kam prompt.

Die neue Thierschbrücke soll so lange halten wie die alte – mehr als 100 Jahre, hoffen Brombeiß, Rupflin und Guggenmos. Doch dies sei nicht selbstverständlich. „Auch Brücken können einstürzen. Alle haben ihr Bestes gegeben. Gott sei Dank. Gott sei Dank? Davon war keine Rede bei der Feierlichkeit“, wird im offenen Brief bedauert. Von „weltlichen“ Rednern habe man dies auch nicht erwartet. Deren Aufgabe sei der breitgefächerte Dank gewesen. Tiefergehende Gedanken seien nicht zu hören gewesen. „Wenn die Evangelische Landessynode in Lindau tagt, ist das gut für die Stadt. Noch besser, dass sich hier schon bald die Weltreligionen treffen. Kostenlose, weltweite Reklame ist das. Da kann ein geistliches Wort bei der Eröffnungsfeier für eine Brücke nicht mithalten und – aus welchen Gründen auch immer – wegfallen. Soll das gut sein für die Menschen in unserer Stadt in einer Zeit, in der Werte zunehmend an Bedeutung verlieren? Wir sagen Nein“, schreiben Günther Brombeiß, Martin Rupflin und Ralf Guggenmos. Sie baten den Oberbürgermeister, bei zukünftigen Einweihungen, den kirchlichen Segen beider Konfessionen wieder fest mit aufzunehmen.

Diesen Hinweis nahm sich Oberbürgermeister Gerhard Ecker offenbar zu Herzen. „Ihr Hinweis auf die fehlende Segnung bei der offiziellen Fertigstellung der neuen Thierschbrücke ist berechtigt. Der Stadt ist es natürlich wichtig, eine neue Verkehrseinrichtung und die sie benützenden Menschen unter den besonderen Schutz Gottes zu stellen und für sie die Bewahrung vor Schaden zu erbitten“, heißt es in einem Schreiben aus dem Lindauer Rathaus. Deshalb werde man künftig wieder den kirchlichen Segen bei entsprechenden Anlässen einplanen.

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