Faustballer krönen tolle Saisonleistung

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Die TSV-Faustballer bringen die Meisterschaft unter Dach und Fach. Von links (oben): Felix Reischl, Markus Jurk, Michael Kunstm
Die TSV-Faustballer bringen die Meisterschaft unter Dach und Fach. Von links (oben): Felix Reischl, Markus Jurk, Michael Kunstmann, Norbert Schiele; unten (von links): Christian Preßler, Sebastian Reischl, Tim Geier. Auf dem Bild fehlen die Teammitglieder Florian Köhler und Markus Bulach. (Foto: Verein)
Lindauer Zeitung

Kurz vor Beginn der Feldsaison 2018 hatte sich der Staffelleiter der Faustball-Landesliga Württemberg-Süd beim TSV Lindau gemeldet und mitgeteilt, dass eine Mannschaft nicht antreten wird. Die Verantwortlichen der Lindauer Abteilung beschlossen, am Spielbetrieb im Württembergischen teilzunehmen. Am Ende belohnte sich das TSV-Team für die kurzfristige Entscheidung mit dem Titelgewinn.

Nach der Aufnahme der Lindauer wurde der Spielplan nochmals neu geschrieben – ingesamt fünf Spieltage standen für die Aktiven auf dem Programm. Den Auftakt machten die TSV-Herren vor heimischem Publikum und legten mit 4:0 Punkten sogleich einen Traumstart hin.

Auch an den Spieltagen zwei, drei und vier gaben die Lindauer den Ton an und setzten sich mit 18:0 Punkten an die Tabellenspitze. TV Veringendorf als ärgster Verfolger musste lediglich gegen die Lindauer Mannschaft Punkte lassen und belegte mit 16:2 Zählern vor dem Saisonfinale hinter dem TSV Lindau den zweiten Platz.

Showdown zum Saisonende

So kam es im ersten Spiel des abschließenden Spieltags zum Showdown der beiden Titelanwärter. Das gegnerische Team aus Veringendorf setzte alles auf eine Karte und legte einen blitzsauberen Start hin. Die Lindauer Abwehr konnte bei noch nassen Wetterbedingungen nicht an die starke Saisonleistung anknüpfen und die harten Schläge des Gegners kaum parieren. Die gewohnte sichere Spielanlage der Lindauer Faustballer war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden.

So ging der erste Satz deutlich mit 11:5 verloren. Auch im zweiten Durchgang konnten die Lindauer nicht dagegenhalten und so ging auch dieser Satz mit 11:7 an die Verfolger. Auf diese Weise wollte der kurzfristig ins Meisterrennen eingestiegene bayerische Verein den Meistertitel nicht einfach abgeben, wie es in der Pressemitteilung heißt.

In der Folge drehten die Lindauer Spieler richtig auf. In einem hart umkämpften dritten Satz konnte sich keiner der beiden Kontrahenten um den Titel absetzen. Beim Spielstand von 8:7 für Veringdorf zeigten die Lindauer den größeren Siegeswillen und holten sich die entscheidenden Punkte zum 11:8-Satzgewinn. Veringendorf stand jetzt unter Druck, der TSV agierte auf Augenhöhe.

Im Entscheidungssatz konnte keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil erspielen. Beim Spielstand von 6:6 nahm TSV-Kapitän Markus Jurk eine Auszeit, das Team konnte sich noch einmal sammeln. Auch diese Auszeit entpuppte sich als taktische Meisterleistung. Lindau machte anschließend vier Punkte in Folge und verwandelte nach erstklassigem Zuspiel den Satzball zum 11:7.

Der Meistertitel war dadurch zum Greifen nahe. Denn mit einem weiteren Punkt aus den abschließenden beiden Spielen wäre der Titelgewinn vollbracht.

Satzverlust im Hinspiel

Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen den Drittplatzierten aus Oberböhringen. Im Hinspiel mussten die Lindauer in einem hart umkämpften Spiel den ersten Satzverlust der Feldsaison hinnehmen. Trotz erbitterter Gegenwehr konnten die TSV-Spieler diesmal die Partie kontrollieren und die ersten beiden Durchgänge für sich entscheiden. Im dritten Satz ließen die Kräfte bei Lindau nach, auch im Rückspiel holt Oberböhringen einen Satz. Mit den letzten Kraftreserven konnten die Inselstädter im vierten Satz die Oberhand behalten. Der neue Meister der Landesliga Süd heißt somit TSV Lindau.

Das abschließende Spiel ging gegen den Tabellenletzten aus Mühlhofen. Für beide Teams ging es um nichts mehr, was dem Spielverlauf anzusehen war. In einer schwachen Partie siegten die Jungs vom See mit 3:1. Das Lindauer Team freut sich über die gelungene Saison, die ohne Niederlage als Meister zu Ende geht.

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